Plakat

Stand 09.2001

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wir lassen unsre Gäste
nicht im
Regen stehen

Rückseite

 

Zeichen setzen !

Mit einem Regenschirm am Tor oder diesem Plakat im Fenster setzen wir ein Zeichen für Demonstrationsfreiheit: für Gastfreundschaft und gegen Besatzung!

Spätestens im November wird wieder ein Castortransport nach Gorleben rollen. Der Zeitpunkt ist noch nicht ganz klar. Aber wir warten sowieso nicht, bis wieder alles viel zu knapp ist. Schon im Vorfeld bereiten wir vor, was dann auf uns zukommt. Der letzte Castortransport nach Gorleben im März 2001 und die anschließenden Atommülltransporte in die Wiederaufarbeitungsanlagen in La Hague und Sellafield haben deutlich gezeigt: Der rotgrünen Regierung ist es nicht gelungen, ihr Atomprogramm - den sogenannten Konsens -als Ausstieg aus der Atomenergie zu verkaufen.

Auch das Konfliktmanagement der Polizei hat es nicht geschafft, den Widerstand zu befrieden. Im Gegenteil! Viele wehrten sich gegen diesen scheinheiligen Versuch, Protest und Widerstand mit freundlichen Worten abzuwürgen und einzudämmen. Wut und Empörung wuchsen, als dann Verbotsverfügungen der Bezirksregierung und 18.000 Polizeibeamte das Leben im Wendland bestimmten. Demokratische Rechte wurden mit Füßen getreten. So nicht, nicht mit uns! jetzt reichts, haben viele gedacht. Das lassen wir uns nicht noch mal gefallen!

Diese Erfahrungen mit dem Atomstaat bewegen viele von uns hier im Wendland, auch im Herbst deutlich und entschlossen unsere Ablehnung zum Ausdruck zu bringen. Gemeinsam mit tausenden Menschen von außerhalb werden wir uns wieder auf Straße und Schiene mit vielfältigen und phantasievollen Aktionen gegen die Atomkraft zur Wehr setzen.

Hier sind Demonstrierende willkommen !

Wenn Menschen sich von außerhalb auf den Weg zu uns machen, zum Teil über viele Hundert Kilometer, so möchten sie natürlich gerne wissen, wo sie an- und unterkommen, wo sie sich versorgen und ihre Meinung sichtbar werden lassen können. In der Vergangenheit waren vor allem Camps solche Orte, wo Menschen ihr Recht auf Demonstration wahrgenommen haben.

Polizei und Regierung haben im März versucht, unsere Gäste gezielt obdachlos zu machen. Großflächige Campverbote wurden ausgesprochen und es gab den Versuch, Campstrukturen zu zerschlagen. Das ist beim letzten Mal nicht wirklich gelungen und es wird auch diesmal nicht gelingen. Unsere Solidarität hat viele Türen geöffnet und gezeigt: Gäste, die hier demonstrieren wollen, sind uns willkommen, und wir werden ihnen Schutz und Geborgenheit bieten.

Es wird auch dieses Mal wieder Camps geben. Wir werden auch da wieder beim Aufbau und der Versorgung der Camps dabei sein, mithelfen und unterstützen. Und wir werden deutlich zeigen: unsere Gäste lassen wir nicht im Regen stehen. Wir werden wieder unsere Türen und Scheunen öffnen, und zwar für alle sichtbar.

Machen auch Sie mit! Und sprechen Sie mit Ihren Nachbarinnen und Nachbarn:

Schirm zeigen !

Wer das Schirmplakat am Haus, dieses Flugblatt im Fenster oder auch ganz einfach einen Schirm am Tor sieht, weiß:

Hier finde ich Platz zum Rasten und Reden, zum Verschnaufen oder Ausruhen.
Das Telefon oder das Klo kann mal benutzt werden.
Hier gibt es etwas zu essen und zu trinken
Und vielleicht auch einen Platz -Aim Schlafen.

An Orten, wo kein Camp erreich st, oder auch für Menschen, die nicht so gerne im Freien schlafen, werden wir einfach näher zusammenrücken und Platz schaffen, wo immer es uns möglich ist.

So werden uns auch eventuelle Campräumungen nicht entmutigen. Denn die Menschen wissen dann, wo sie Unterschlupf finden. Trotz Repression und Polizeigewalt werden wir zeigen: Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren, wir lassen uns nicht kleinkriegen. Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Tür und Tor offen
für den Widerstand

Kurverwaltung der Republik Freies Wendland, Elbufer 10- 12, 29470 Drawehn

 

Bearbeitet am: 09.09.2001/ad


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