Information für VerbraucherInnen
ein Flugblatt von

Siemens-Boykott
Friedrichstr. 165
10117 Berlin
Tel. 030-20447-84
Fax 030-20447-85
eMail: Siemens-Boykott@vlberlin.comlink.de

 

Sehr geehrte Verbraucherin, sehr geehrter Verbraucher!

Erinnern Sie sich noch an den Frühling des Jahres 1986, als radioaktive Wolken aus Tschernobyl über Deutschland hinwegzogen und Milch und Gemüse verseuchten? Eine derartige Katastrophe ist auch in Deutschland jederzeit möglich.

In den 19 laufenden, allesamt von Siemens errichteten Atomkraftwerken versprödet mit zunehmendem Alter der Stahl durch die dauernde Neutronenstrahlung. Es kommt regelmäßig zu Störfällen. So passiert es immer wieder, daß Brennelemente aus mehreren Metern Höhe auf den Boden fallen. 1994 führte im Siemens-Reaktor Biblis-A ein Kurzschluß zu einem Brand im Bereich der wichtigen Reaktorkühlpumpen, der nur mit erheblicher Mühe gelöscht werden könnte. Und jeden Tag wird in den Atommeilern neuer Atommüll produziert, der dann in Castor-Behältem hilflos kreuz und quer durch Mitteleuropa verschoben wird. Ein Endlager für den Atommüll ist nicht in Sicht.

Doch Siemens hat vom Atommüll noch nicht genug. Der Atomkonzern plant neue Atomkraftwerke. Neben einem neuartigen Siedewasser-Reaktor entwickelt Siemens gemeinsam mit der französischen Firma Framatome den sogenannten "Europäischen Druckwasser-Reaktor (EPR)". Dieser soll die laufenden SiemensReaktoren in Deutschland ersetzen.

Siemens ist inzwischen das einzige deutsche Unternehmen, das die Atomenergie technisch wie politisch weiter vorantreibt.

In Bonn konnte der einflußreiche Großkonzern kürzlich einen Etappensieg verbuchen: Die Neufassung des Atomgesetzes wurde - pünktlich zum 150jährigen Firmenjubiläum der Siemens AG - für den Atomkonzern maßgeschneidert: Das neue Atomgesetz ermöglicht die standortunabhängige Typenprüfung für Atomkraftwerke - eine Art Vorab-Persilschein für den Europäischen DruckwasserReaktor.

Dies alles geschieht, obwohl sich eine breite Mehrheit der deutschen Bevölkerung seit Tschernobyl eindeutig gegen die Atomenergienutzung ausspricht.

Helfen Sie daher mit, Siemens zur Aufgabe des Atomgeschäfts zu bewegen!

Über 130 Organisationen aus der Umwelt- und Anti-Atom-Bewegung, Ärzteverbände, kirchliche und politische Gruppen haben sich im Koordinationskreis Siemens-Boykott zusammengeschlossen, um dieses Ziel zu erreichen. Prominente Persönlichkeiten wie die Kabarettisten Dieter Hildebrandt, Hanns Dieter Hüsch und der 'Lindenstraßen'-Regisseur Hans Werner Geißendörfer unterstützen die Kampagne.

Erklären auch Sie, daß Sie kein Elektrogerät von Siemens mehr kaufen werden, bis der Konzern alle Atomgeschäfte aufgibt.

Boykottieren Sie die Produkte von Siemens und den Tochterfirmen Osram (Lampen), Siemens-Nixdorf (Computer) und Constructa (Haushaltsgeräte). Konzerne reagieren sehr empfindlich auf Umsatzeinbußen und Image-Verluste. Das bringt die Manager zum Nachdenken.


Kopieren Sie nachfolgende Zeilen auf Ihren Rechner und senden Sie Ihn per eMail an: Siemens-Boykott@vlberlin.comlink.de

Ich fordere mit meiner Unterschrift: Stopp aller Siemens-Atomgeschäfte! - Und ich boykottiere Siemens-Produkte!

Ich fordere vom Siemens-Konzern, seine Atombetriebe zu schließen und mit zukunftsträchtigen, effizienten Energietechniken neue Arbeitsplätze zu schaffen. Meine Unterschrift soll dem Siemens-Vorstand als Protest öffentlichkeitswirksam übergeben werden. Mit der Veröffentlichung meines Namens bin ich einverstanden.

Ich bestelle weiteres Informationsmaterial (zzgl. Versandkosten):

Einsteigerpäckchen (Materialauswahl zum Siemens-Boykott) für je DM 10,-

Exemplar(e) des neuen Kampagnen-Plakats Format DIN A2 für je DM 2,-

Datum:

Unterschrift:


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