Leserbrief der

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vom 15.06.2019

Atomkraft nicht verdammen

Betrift: Stromlieferanten rüsten gegen den Blackout

Hundertausende landschaftsprägender Existenzen wurden schon durch eine vermeintlich umweltschonende Energiepolitik vernichtet. Genannt Energiewende. Provozierend: Atomausstieg, der ist sicherlich nicht grundlos unvollendet. Wenn man beispielsweise durch Frankreich fährt, ist von einem irgendwann bevorstehenden Atomausstieg nichts zu merken. Die gut über das Land verteilten Kernkraftwerke zeigen keine Anzeichen von einem irgendwann bevorstehenden Atomausstieg.

Man muss nur nach den – unseren Verhältnissen nach – sehr niedrigen, aber auch unterschiedlichen Strompreisen fragen, um zu verstehen, dass die französische Wirtschaft – vor allem auch die Landwirtschaft existenziell von den niedrigen Strompreisen abhängt. In Deutschland erkennen das auch viele verantwortliche Leute, beispielsweise auch Journalisten. Aber sie trauen sich nicht, sich zur Nuklearindustrie zu bekennen. Auch im Zuge der jetzt anbrechenden unumgänglichen neuen Elektrifizierungswelle nicht.

Windkraft hin, Windkraft her, auch ein Windrad hinter jedem Dorf wird nicht zur Sättigung des Stromhungers reichen. Denn sonst wird ein Abrutschen Deutschlands in der Skala der Wohlfahrtsländer unabwendbar sein. Mit revolutionären Folgen. Zur Verhinderung solcher oder ähnlicher Katastrophen, muss man auch in Deutschland mit der Verdammung der Atomkraft aufhören. Und zwar ohne Scheuklappen. Dabei spielt die Schuldgewichtung der beiden großen Atomkraftwerksunfälle eine wichtige Rolle.

Fukushima und Tschernobyl müssen ohne Vorurteile auch in Deutschland neutral aufgearbeitet werden. Nur die Fehler der Schuldigen sollten zählen. Das sind wir auch alle den deutschen Wissenschaftlern schuldig. Die brauchen sich nicht zu schämen. Nicht nur, weil sie schon lange tot sind.  

 

Hans-August Maatsch,
Gümse

Bearbeitet am: 15.06.2019/ad


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