CDAK
(BUNDESVERBAND CHRISTLICHE DEMOKRATEN GEGEN ATOMKRAFT; CDU/CSU-Mitglieder für die Überwindung der Kernenergie)

stellt Strafanzeige wegen Verletzung der Auafsichtspflicht

Telefax für

Staatsanwaltschaft Landshut
Porschestr. 5a,
D-84030 Landshut
per Faxanschluß 0871-2183787

***Abschrift*** Strafanzeige
***Abschrift*** Strafanzeige
***Abschrift*** Strafanzeige


CDAK * Postf. 42 17 13 * D - 55072 Mainz

[Ihre Zeichen/Ihre Nachricht vom] [Unsere Zeichen/Unsere Nachricht vom] Datum  8. Januar im Jahre 13 nach Tschernobyl


Strafanzeige wg. evtl. Verstößen gegen Atom-Vorschriften und mangelhafter Wahrnehmung der Aufsichtspflicht beim Atomkraftwerk Isar 1

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir zitieren aus einem aktuellen Bericht von Christian Schwägerl und Frank
Nordhausen der Berliner Zeitung:


Zitatanfang --------------------------------------------

Vorwürfe vonLeiharbeitern

Zwei Leiharbeiter, die bis 1995 im Atomkraftwerk Isar-1 bei Landshut mit Aufräum- und Reinigungsarbeiten beschäftigt waren, haben frühere Vorwürfe eines Kollegen bestätigt, daß dort die Strahlenschutzvorschriften wiederholt verletzt worden seien. Der "Berliner Zeitung" sagten alle drei Arbeiter, sie hätten im Abfallager des Kraftwerks Müll sortiert, der teilweise weit über der zulässigen Dosis gestrahlt habe. Einer bislang unveröffentlichten Statistik des Bundesumweltministeriums zufolge hat die Atomindustrie seit 1980 das Strahlenrisiko immer stärker auf auswärtiges Personal verlagert. Leiharbeiter waren im Schnitt doppelt so hohen Strahlendosen ausgesetzt wie Kraftwerksangestellte. ------------------ Zitatende

Wegen des durch o.a. Bericht naheliegenden Verdachts evtl. gravierender Verstöße gegen atomrechtliche Vorschriften und unzureichender Wahrnehmung der Aufsichtspflicht stellen wir, der BUNDESVERBAND CHRISTLICHE DEMOKRATEN GEGEN ATOMKRAFT; CDU/CSU-Mitglieder für die Überwindung der Kernenergie hiermit Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Landshut gegen

1) die Betreiber des Atomkraftwerkes Isar-1 bei Landshut
2) die zuständige Atomaufsicht
3) die Aufsichtsräte der Eigentümer.

Wir bitten zu ermitteln, ob durch mangelhafte Ausübung der Aufsichtspflicht von Aufsichtsräten und Atomaufsicht Verstößen gegen die Strahlenschutzvorschriften Vorschub geleistet wurde und Aktionären ein
Vermögensschaden entstand. Wir bitten durch gründliche Ermittlungen sicherzustellen, daß derartige Verstöße in Zukunft nicht mehr vorkommen.

Mit christlich-demokratischen Grüßen

(Detlef Chrzonsz)
- Vorsitzender -

Bearbeitet am: 09.01.1999/ad


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