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vom 14.01.2001

Widerstand kommt in die Puschen

Der Widerstand gegen den nächsten Atommülltransport nach Gorleben kommt tatsächlich "in die Puschen"!

Weit mehr als 100 Menschen folgten am Samstag einem entsprechenden Aufruf der hiesigen Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) zu einem "Ratschlag" in den Trebeler "Bauernstuben", um Aktionsideen auszutauschen und erste Verabredungen zu treffen, wie die Atomkraftgegner/innen nach mittlerweile vier castorfreien Jahren auf die Ankündigung reagiert, dass zwischen dem 26. und 28. März hochradioaktive Kokillen aus dem französischen La Hague nach Gorleben transportiert werden sollen. Eberhard Walde aus Trebel richtete sein Hauptaugenmerk darauf, dass die ablehnende Haltung der strahlenden Fracht gegenüber auch sichtbar werden müsse: viele Xe in Vorgärten und Feldern seien inzwischen vergilbt und verblichen. Am Samstag, den 27. Januar, so seine Aktionsidee, sollten die Widerstandssymbole landkreisweit wieder aufpoliert werden.

Erste Flugblätter kursierten, um Plakatentwürfe wurde gestritten: einig war man sich, dass die Zählerei um die Castortransporte ein Ende haben sollte, jeder Transport stelle eine Herausforderung dar. Deshalb werde man sich auch in Ahaus engagieren, wenn dort rund vier Wochen vor Gorleben - voraussichtlich Anfang März - ein nächster Atommülltransport eintreffen soll. Zu einer Großdemonstration in Ahaus am 18. Februar solle die Bürgerinitiative Busse anmieten, lautete ein Wunsch, die Mobilisierung ins Münsterland und dortige gemeinsame Aktionen würden auch den Zusammenhalt im Wendland stärken. Zentrale Informationsveranstaltungen zu den Themen Strahlengefahr und Bürgerrechte sind für den Monat Februar geplant. Die Debatte um die Gefährdung von Soldaten und Zivilbevölkerung beim Einsatz abgereicherten Urans im Kosovo-Krieg hätte das Interesse am Ursprungsthema Strahlengefahr wiederbelebt.

Der zu erwartenden Einschränkung von Grundrechten solle zudem offensiv begegnet werden: Bürgerrechtsgruppen und Einzelpersönlichkeiten würden jetzt gezielt angesprochen, versicherte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Die Wiederaufnahme des Bahnverkehrs nach der Instandsetzung der Jeetzel-Brücke bei Seerau/Hitzacker animiert die Atomkraftgegner zu einer Aktionsidee, die auf das nächste Wochenende terminiert wurde. Die neue Castorbrücke solle einer Belastungsprobe unterzogen werden. "Wieviel Widerstand können Bahn AG und Brücke vertragen?" laute die Frage. Ganz im Gegensatz zu einigen Presseberichten, die eine Gleisbesetzung ankündigten, will der Widerstand sich an diesem Tag auf die Reise von Hitzacker nach Dannenberg machen, um die Antwort auf diese Frage herauszufinden, stellte Ehmke richtig.

Die Abfahrt des Zuges erfolge am kommenden Sonntag, den 21. Januar, planmäßig um 13.39 Uhr in Hitzacker.

Bearbeitet am: 14.01.2001/ad


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