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vom 30.01.2001

" Wir gehen nicht nur dem Castor entgegen - ein letztes Mal auch dem
Bundesumweltminister: Trittin kommt nach Uelzen - wir sind schon da!


Bundesumweltminister Jürgen Trittin sieht sich am späten Donnerstagnachmittag auf dem "Grünen Abend" im Uelzener Hunderwasserbahnhof mit Atomkraftgegner/innen aus dem Wendland konfrontiert. "Die provozierenden Äußerungen Trittins im Vorfeld des nächsten Castortransports, er sehe keine Gründe mehr für Demos und Blockaden des Mülls aus den Plutoniumfabriken La Hague und Sellafield, haben uns dazu bewogen, Herrn Trittin ein letztes Mal entgegenzufahren", sagte der Sprecher der BI Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg Wolfgang Ehmke.

Nach dem Parteiratsbeschluss der Grünen, in dem Anti-Atom-Demonstrationen die rechtliche und gesellschaftliche Legitimität abgesprochen werden soll, ging Bundesumweltminister Jürgen Trittin in einem Interview mit der Berliner Tageszeitung vergangene Woche noch einen Schritt weiter: Er halte das Anliegen der Protestler für "bescheuert", sagte der Minister. Schließlich mache die Regierung den Transport nach Gorleben nur, wenn der Atomausstieg vereinbart ist, wenn die Auflagen für die Transportsicherheit überarbeitet und kontrolliert worden sind und wenn der Bau des Endlagers in Gorleben gestoppt ist. Und das alles sei jetzt von der rot-grünen Bundesregierung erledigt worden.

"Derart starken Tobak können wir nicht auf uns sitzen lassen", hält Ehmke dem Bundesumweltminister entgegen. Die BI verweist darauf, dass die sogenannte "Konsensvereinbarung" bisher von keinem Stromunternehmen unterschrieben wurde. Die BI-Vorsitzende Rosi Schoppe: "Herr Trittin soll uns in Uelzen einmal die Unterschriften der Konzernvertreter präsentieren, solange er das nicht vorweisen kann, argumentiert er in jedem Fall unseriös." Ignoriert werde vom Umweltminister, dass die Behälterintegrität für Castoren nach wie vor lediglich errechnet und keineswegs durch Tests unter realen Bedingungen nachgewiesen sei. Auch den Hinweis auf das Endlagermoratorium lässt die BI nicht gelten: "Der Endlagerstandort Gorleben wird mit jedem eintreffenden Castorbehälter zementiert, egal, ob da mal eine zeitlich befristete "Erkundungsunterbrechung" ausgesprochen wurde oder nicht. Schließlich heiße es in den Richtlinien der vom Bundesumweltminster beauftragten Kommission zur Erkundung von Alternativstandorten für ein atomares Endlager sinngemäss, sie könne erkunden, was sie wolle, Hauptsache am Standort Gorleben werde nicht gerüttelt."

Die BI-Vorsitzende Rosi Schoppe: "Das heisst nichts Anderes, als dass auch unter Rot-Grün alles an Gorleben kleben bleibt. Und da sollen wir keinen Grund zur Demonstrationen mehr haben, Herr Trittin?" Wolfgang Ehmke 0171/54 54 684

Bearbeitet am: 30.01.2001/ad


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