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vom 08.02.2001

"Das Bundesamt für Strahlenschutz redet der Ungefährlichkeit von
Castortransporten das Wort".

Für diese Feststellung sieht die Bürgerinitiative Umweltschutz zwei aktuelle Anlässe: zum einen verdrehe Bundesumweltminister Jürgen Trittin die Gründe, die dazu geführt haben, dass die Klage eines Mädchens, die in der Nähe der Castorverladestation in Dannenberg wohnt, vor kurzem zurückgezogen wurde.

Zum anderen verschweige das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in seiner jüngst vorgestellten Broschüre wesentliche Kritikpunkte am Castorkonzept, kontert die BI Umweltschutz. "Nachdem die Castorstation umhaust und mit einer dicken Betonschicht umgeben wurde, entfiel der bisherige Klagegrund eines jungen Mädchens, die festgestellt sehen wollte, dass die Strahlenbelastung beim Umladen der Behälter von der Schiene auf Tieflader für den Straßentransport unzulässig groß war", erklärt BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Die tatsächliche Strahlenbelastung beim Hantieren mit den Behältern auf der Verladestation müsse nun neu abgeschätzt und auch gemessen werden. "Darauf bereitet sich unsere Fachgruppe Radioaktivität auch vor und hat entsprechende Räumlichkeiten im Bahnhofsbereich angemietet", sagte Ehmke.

"Keinesfalls geben wir mit der Rücknahme der Klage dem BfS Recht." Die Broschüre des BfS die "Harmlosigkeit der Transporte" unterstreichen will, sei bezeichnend für die veränderte Haltung der Regierungsgrünen zu den Transportrisiken. Fundamentale Kritikpunkte blieben unberührt: dass es keine Tests mit Originalbehältern gegeben habe, dass es keine Produktkontrolle bei der Fertigung der Kokillen mit den verglasten hochradiaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung gebe, dass die Transporte mit nur einem Deckel durchgeführt würden. "Der Schönfärberei von Behörden und Betreibern werden wir unverdrossen mit Sachargumenten entgegentreten", betonte die BI.

Wolfgang Ehmke 0171/ 54 54 684 oder 05863/98 30 76

Bearbeitet am: 08.02.2001/ad


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