Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.
Drawehnerstr. 3
29439    LÜCHOW
Tel. +49 (58 41) 46 84
Fax +49 (5841)  31 97
Bürozeiten:
Mo., Mi., Fr. & Sa. von 9-12 Uhr
Di. &  Do.   15-18 Uhr  
E-mail für  die Presse:
Mails an diese Adresse bitte
nur für Presseleute, andere können

wegen Zeitmangel nicht beantwortet werden.
BI-Presse@gmx.de
E-mail: BI-Luechow@t-online.de
Spendenkonto:                               Kreissparkasse Lüchow (BLZ 258 513 35) 2060 721   
                                                         "Spende zugunsten der BI Umweltschutz  Lüchow-Dannenberg e.V." sind Steuerabzugsfähige Spenden.

vom 16.03.2001

Mit dem Castor kommt die Seuche...

"Rollt der Castor, bleibt niemand zu Hause": die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg warnt vor der Illusion, dass der Castorkonvoi aus der französischen Plutoniumfabrik La Hague, die bekanntlich mitten im Seuchengebiet liegt, durch menschenleere Korridore nach Gorleben rollen könnte. Grenzüberschreitend seien wegen der angestrebten zügigen Wiederaufnahme der Transporte aus deutschen Atomkraftwerken nach La Hague auch Protest und Widerstand, schließlich sei der Gorleben-Transport Türöffner für die Atommüllfuhren nach Frankreich.

Überlegungen wie die des Leiters der Veterinär-Abteilung im Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, Gerd Lindemann, alle Menschen sollten bei Castortransporten wegbleiben, seien illusionär. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke:"Es bleibt nur eine klare Forderung: der Transport muss gestoppt werden, um neben der Kontaminationsgefahr auch die Seuchengefahr zu minimieren."

Rechtliche Möglichkeiten für einen Castorstopp gebe es in jedem Fall. "Es ist der klassische Fall für die Ziffer 14 ("Force Majeure") aller Verträge, die zwischen den deutschen Stromunternehmen und der französischen Cogéma geschlossen wurde," sagte Ehmke. Verzögerungen und sogar Kündigungen der WAA-Verträge sind demnach möglich bei "Krieg, Revolution, Aufruhr, bürgerlichen Unruhen, Blockaden, Embargo, Streik, Aussperrung, Schäden durch Feuer oder Wasser, oder durch sonstige Umstände..., die außerhalb der Einflussnahme der Vertragsparteien liegen." Sogar ein Parlamentsbeschluss, der das Ende der Wiederaufarbeitung fordert, fällt unter die Ziffer 14, erinnert die Bürgerinitiative, und schließlich gäbe es eine solche parlamentarische Mehrheit und einen Wählerauftrag.

Wolfgang Ehmke 0171/ 54 54 684 od. 05863/ 98 30 76

Bearbeitet am: 16.03.2001/ad


zurück zur Homepage

zurück zur Homepage der BI