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vom 18.04.2001

Alles nur heiße Luft?

BI Umweltschutz fordert politische und rechtliche   Konsequenzen

Die Erklärungen der Zwischenlager-Betreiberin BLG zum Störfall, der sich beim Aufstellen eines Castorbehälters Anfang April in Gorleben ereignete, nimmt die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg zum Anlass, gutachterlich und rechtlich darauf hin abzuklopfen zu lassen, ob nicht die Einlagerungsgenehmigung für die Castoren der Baureihe 20/28 CG beklagt werden kann.

Skandalös sei, dass die BLG den Druckaufbau in der Behälterwand, der immerhin die Bodenplatte des 115 Tonnen schweren Kolosses verbeulte, nur abgeschätzten konnte und trotzdem mit Zahlen wie 2,3 bar operiere, die allein darauf zielten, die Öffentlichkeit zu beruhigen. Dass "nur" heiße Luft entwich, sei kein Grund zur Beruhigung, denn der Überdruck in der Behälterwand gefährde die Behälterintegrität zumindest bei Erschütterungen. Fragen der Langzeitsicherheit dieser Behälter würden in allen offiziellen Stellungnahmen völlig ausgeklammert.

Nach Informationen der Bürgerinitiative sei schon vor der Abfahrt dieses "Störfall-Behälters" in La Hague klar gewesen sein, dass die Wärmelast zu groß war. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), so die Merkwürdigkeit, hatte für andere Behältertypen sehr wohl verlangt, wegen der falschen Berechnung des Ausdehnungsverhaltens der Moderatorstäbe deren Beladung zu reduzieren

"Warum waren die sechs Behälter, die mit ihrer Kokillenfracht von La Hague nach Gorleben rollten, davon ausgenommen?" fragt die Bürgerinitiative. Die wahrscheinliche Antwort sei, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, dass man sie hätte neu beladen müssen. Dann aber wäre wegen einer weiteren Transportverzögerung der Streit mit den AKW-Betreibern vorgezeichnet gewesen, die darauf drängten, ihre abgebrannten Brennstäbe nach La Hague abliefern zu können, um nicht am Strahlenmüll zu ersticken. Vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sei aber auch schon deshalb keine Unterstützung zu erwarten, weil die Behörde schließlich diesem fragwürdigen Vorgang zugestimmt hatte. Ehmke: "Wer die Interessenkollision vor Augen hat, muss fragen, wer kontrolliert die Kontrolleure? Deshalb setzen wir die öffentliche Auseinandersetzung fort." Wolfgang Ehmke 0171/ 54 54 684

Bearbeitet am: 18.04.2001/ad


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