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vom 14.05.2001

Atomausstieg? Alles Lüge!

Die Atomgesetznovelle, die am 23. Mai vom grünen Bundesumweltminister Jürgen Trittin ins Bundeskabinett eingebracht werden soll, sichert den Bestand für die laufenden Reaktoren!

Die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg kritisiert Zeitpunkt und Inhalt des Gesetzesentwurfs: Kostbare Zeit sei verschenkt worden durch das jahrelange zähe Feilschen um die Laufzeit der Reaktoren. "Wenn jetzt die Gesetzesnovelle kommt, dann ist das ein Reflex auf die permanente Castorauseinandersetzung im Lande", mutmaßt die BI.

Die Atomkraftgegner/innen ließen sich aber nicht mit einem Etikettenschwindel ruhig stellen: "Atomausstieg steht über dem Gesetzentwurf, die Bestandsgarantie für die laufenden Reaktoren steht drin!" kritisiert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. "Gemessen an den Stromkontingenten, die noch produziert werden dürfen, ist die Atomkraft auf ihrem Zenit angekommen".

Das Atommüllproblem sei überhaupt nicht gesichert, und Rot-Grün gebe nun den Segen dazu. "Der Atommülltourismus nach La Hague und Sellafield geht weiter, die fragwürdigen Endlagerprojekte Schacht Konrad und Salzstock Gorleben werden nicht aufgegeben". Empört seien die Gorleben-Gegner/innen vor allem über die Haltung Trittins, der den Atomkonsens zwischen Regierung und Stromwirtschaft als Atomausstieg verkaufen wolle. Seit Monaten mache die Anti-AKW-Bewegung mobil gegen den Atomkonsens. Ehmke:"Wir lassen uns von dieser Mogelpackung nicht blenden." Die nächste große Herausforderung sei programmiert: wenn im Herbst - vermutlich im Oktober - der nächste Castorkonvoi im Sixpack nach Gorleben rollen soll, werde Rot-Grün besichtigen können, wie die Menschen auf den Etikettenschwindel reagieren.

Wolfgang Ehmke 0171/ 54 54 684

Bearbeitet am: 14.05.2001/ad


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