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vom 06.06.2001

Neuer Castortransport von Stade geplant - BI fordert Transportestopp

Die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg fordert Bundesumweltminister Jürgen Trittin auf, Konsequenzen aus der Studie des Öko-Instituts zur radiologischen Belastung der Wiederaufarbeitungsanlagen (WAA) im französischen La Hague bzw. dem britischen Sellafield zu ziehen.

"Wer von nationaler Verantwortung bei den Castortransporten spricht, kann die im Vergleich zu deutschen Grenzwerten 7 bzw. 20 fach höhere Verseuchung in den Nachbarländern in der Umgebung der WAA´s nicht ignorieren, zumal die deutschen Atomstromer die wichtigsten Zulieferer sind", unterstreicht die BI. Alarmiert sind die Gorlebengegner/innen auch deshalb, weil es in der vergangenen Woche laut Agenturberichten einen Störfall bei der Glaskokillenfertigung gab.

Abgebrannte Brennelemente werden in den Plutoniumfabriken aufgearbeitet, hochradioaktive Abfälle schließlich verglast, diese werden derzeit ins Zwischenlager Gorleben geliefert. "Obwohl wir immer wieder auf die mangelnde Produktkontrolle bei der Kokillenfertigung verwiesen haben, ist schon für den Herbst 2001 die nächste Lieferung von sechs Castoren nach Gorleben vorprogrammiert", mahnt BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Das Ende der Wiederaufarbeitung dürfe nicht auf den Sanktnimmerleinstag hinausgeschoben werden, wie es bei der Novelle des Atomgesetzes jetzt geplant sei. Ehmke:"Hier muss knallhart nachverhandelt werden!" Die Atomkraftgegner fordern angesichts der Ungereimtheiten und des Störfalls erneut den sofortigen Stopp der Atomtransporte zur WAA La Hague bzw. Sellafield. Aus dem Atomkraftwerk Stade ist ein solcher Transport für den kommenden Sonntag geplant. Die BI ruft dazu auf, sich an den Protesten im Raum Uelzen zu beteiligen.

Wolfgang Ehmke 09171/ 54 54 684

Bearbeitet am: 06.06.2001/ad


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