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vom 31.07.2001

Castorkonvoi nach La Hague soll Mittwoch rollen - der Widerstand ist am Zug

Wiederholt war der Transport abgebrannter Brennelemente aus den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Stade angekündigt und dann doch immer wieder verschoben worden, am Mittwochfrüh soll es nun so weit sein: mehrere Castorbehälter aus den norddeutschen Kraftwerken werden in Maschen gekoppelt, in Süddeutschland warten weitere drei Behälter im AKW Neckarwestheim auf den Abtransport in die französische Plutoniumfabrik La Hague, so dass ein 9-er Pack die deutsch-französische Grenze bei Wörth passieren wird. Dieser bislang "größte Castortransport aller Zeiten" wird von Protest und Widerstand begleitet. Die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg ruft unter dem Motto "Wir sind am Zug" zur Teilnahme an den Protesten im Raum Uelzen auf. Vermutlich werde der Atommüllzug über die ICE-Strecke Hamburg - Hannover geführt. "Jeder Castor nach Frankreich liefert Futter für die Wiederaufarbeitung und erhöht den Atommüllberg, der dann wieder nach Gorleben verfrachtet werden soll", gibt die BI zu bedenken.

Bereits Anfang November ist mit dem nächsten Sechserpack hochradioaktiver Kokillen aus der Wiederaufarbeitung zu rechnen, die in Gorleben eingelagert werden sollen. Dass der anhaltende Widerstand Früchte trägt, zeige sich in der Strategie der Betreiber, die Transporte zu bündeln. "Der Polizei und BGS bekommen zunehmend logistische Probleme, weil inzwischen jeder Transportvorgang in der Republik Quersteller/innen auf den Plan ruft."

Die Atomkraftgegner/innen ließen sich auch von den 737 Strafverfahren und Anklageerhebungen nicht einschüchtern, die jetzt von der Staatsanwaltschaft Lüneburg vier Monate nach dem letzten Gorlebentransport erhoben wurden. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: "In der Mehrzahl handelt sich um Verstöße gegen das Versammlungsrecht, und das ist kein Wunder, wenn die Transportroute quasi zum Sondergebiet erhoben wird, wo das demonstrieren eingeschränkt oder verboten war". Der Versuch, die Blockierer/innen in eine kriminelle Ecke zu stellen, sei zum Scheitern verurteilt. Die Frage dränge sich auf, ob nicht vielmehr die Forts etzung des Atommülltourismus und der Wiederaufarbeitung in La Hague und Sellafield umweltkriminell sei. Ehmke."Wir erinnern an die 7 bzw. 20 fach erhöhte Strahlenbelastung in der Umgebung von La Hague bzw. Sellafield im Vergleich zur deutschen Strahlenschutzverordnung, und Strahlung birgt immer ein Krebsrisiko."

Wolfgang Ehmke 05863/ 98 30 76 od. 0171/ 54 54 684

Bearbeitet am: 31.07.2001/ad


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