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vom 01.08.2001

BMU richtete Projektgruppe Nationaler Entsorgungsplan ein Kritische Fragen der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg

Von der Öffentlichkeit völlig unbemerkt hat das Bundesumweltministerium eine Projektgruppe initiiert, die das gescheiterte nukleare Entsorgungskonzept der Kohl-Ära überarbeitet. Die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg ist beunruhigt. Ihr Sprecher Wolfgang Ehmke befürchtet, dass abgeschirmt von einer kritischen öffentlichen Debatte vollendete Tatsachen geschaffen werden sollen. In einem Schreiben an den Umweltstaatssekretär Rainer Baake fordert die BI Transparenz.

Das BMU solle öffentlich darlegen, wer mit der Projektierung eines neuen Entsorgungsplans betraut worden ist und welche Konzequenzen das BMU aus dem Scheitern des Entsorgungskonzepts der alten Bundesregierung zieht. Konkret gefragt: "Bleibt es bei der Koalitionsaussage, dass alle Arten radioaktiver Abfälle in ein einziges nationales Endlager verbracht werden sollen? Ist damit nicht das Ende der Planungen für ein Endlager im Schacht Konrad vorgezeichnet? Spielt das geplante Endlager im Salzstock Gorleben in dieser Projektgruppe überhaupt eine Rolle?" Die Enttäuschung war groß, dass Rot-Grün Ende 2000 grünes Licht für die Inbetriebnahme der Pilotkonditionierungsanlage (PKA) Gorleben als "Castor-Servicestation" gab.

Jetzt vermuten die Gorleben-Gegner/innen, dass das Nutzungskonzept der PKA erweitert wird. Die Frage: "Bleibt es bei der eingeschränkten Nutzung der PKA auch in Zukunft?" Fragen und Befürchtungen drängen sich auch an anderer Stelle auf. So sollen in der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague die Hülsen und Strukturteile - ingesamt mittelaktive Abfälle - künftig mit Hochdruck kompaktiert werden.

Der Effekt wäre, dass damit wärmeentwickelnde Abfälle entstehen. Sollen diese auch in Gorleben gelagert werden, möchte die BI wissen und -"Was hieße das für das künftige Transportaufkommen?" Offensichtlich spiele Gorleben auch für Rot-Grün eine zentrale Rolle, in der Konzentration der Atommüllanlagen würde der Plan der CDU-Regierungen fortgeschrieben, dort ein nukleares "Entsorgungs"-Zentrum zu errichten.

Wolfgang Ehmke 0171/ 54 54 684

Bearbeitet am: 01.08.2001/ad


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