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vom 01.08.2001

Castorzug musste ausweichen

"Wir sind am Zug" hieß die Parole von Atomkraftgegner/innen aus dem Wendland, die sich in den frühen Morgenstunden auf den Weg nach Uelzen gemacht hatten.

Aber die Sitzblockade der rund 200 Menschen auf den Gleisen der ICE-Trasse bei Hamerstorf konnte sich bald wieder auflösen: der Castorkonvoi mit 5 Waggons aus den norddeutschen Atomkraftwerken Brunsbüttel und Stade wurde über Bremen umgeleitet. Aufgebracht reagierten einige Bahnreise, die Zugverspätungen in Kauf nehmen mussten. Sie wurden um Verständnis für die Aktion gebeten: schließlich ginge es um nukleare Frachten, die im Umfeld der Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague bzw. Sellafield die Umgebung verseuchten.

"Ein Erfolg", befindet die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, denn die Ankündigung, dass die Lüchow-Dannenberger Atomkraftgegner/innen mit Aktionen nicht länger warten wollen, bis die hochradioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung in lediglich umgewandelter Form als Glaskokillen nach Gorleben rollen, wurde offensichtlich Ernst genommen. Polizei und BGS konnten nicht verhindern, dass Castorgegner sich auf die Gleise setzten.

Über 400 Demonstranten bekundeten schließlich ihren Unmut über die Fortsetzung des Atommülltourismus nach Frankreich auf einer frühmorgendlichen Kundgebung auf dem Bahnhof Uelzen. Solidaritätsadressen gab es von französischer Seite. Künftig wolle man gemeinsam mit deutschen AKW-Gegner/innen die Atommülltransporte blockieren, um der Forderung Nachdruck zu verleihen, dass die Wiederaufarbeitung als untauglicher Entsorgungsbeitrag unmittelbar beendet wird.

Wolfgang Ehmke 05863/ 98 30 76

Bearbeitet am: 01.08.2001/ad


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