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vom 14.08.2001

Neue Kategorie heisser Kokillen ab 2008 ins Zwischenlager Gorleben?

In La Hague wird zur Zeit eine Abfallbehandlungsanlage zur Hochdruckkompaktierung errichtet, das bestätigte jetzt das Bundesumweltministerium (BMU) gegenüber der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Damit entsteht eine neue Abfallkategorie, denn ein "Nebeneffekt" der Kompaktierung von Hülsen und Strukturteilen der in der französischen Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) angelieferten Brennelemente ist, dass aus diesen mittelaktiven schließlich wärmeentwickelnde Abfälle werden.

Die Stromversorgungsunternehmen haben sich in privatwirtschaftlichen Verträgen mit der französischen Cogéma verpflichtet, ab dem Jahr 2008 "anteilige radioaktive Abfälle aus dieser Anlage (sog. CSDC-Kokillen) nach Deutschland zur Zwischenlagerung zu verbringen", schreibt Umweltstaatssekretär Rainer Baake. Die Entscheidung, wo diese Zwischenlagerung vorgesehen sei und wann das erforderliche atomrechtliche Genehmigungsverfahren beantragt werden soll, sei noch offen und obliege den Stromunternehmen.

Diese "offene Antwort" nähre allerdings den Verdacht, dass neben den geplanten 12 Kokillen-Behältern mit den verglasten WAA-Abfällen zusätzlich die CSDC-Kokillen in Gorleben deponiert werden sollen, merkt die BI an. Die Projektgruppe "Nationaler Entsorgungsplan" des BMU arbeite derzeit an der Bestandsaufnahme ausnahmslos aller Arten radioaktiver Abfälle, teilt Baake mit. Zur künftigen Rolle der Pilot-Konditionierungsanlage (PKA) im Rahmen eines nationalen Entsorgungsplans äußerte Baake sich nicht. In seiner Antwort auf die BI-Anfrage hält der Staatssekretär fest, dass der PKA- Betrieb laut Genehmigung vom 19.12.2000 auf die Reparatur schadhafter Behälter beschränkt sei. "Zunächst"!, lautet der Einwand des BI-Sprechers Wolfgang Ehmke. "Die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) hat eine weitreichende Genehmigung in Händen, die Reparatur defekter Castoren ist nur ein erster Teilschritt. Zur Rolle der PKA in einem künftigen Gesamtkonzept schweigt sich der Umweltstaatsekretär leider aus", bemängelt Ehmke. Wolfgang Ehmke 05863/98 30 76

Bearbeitet am: 14.08.2001/ad


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