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vom 29.8.2001

Neuer Castortransport nach Gorleben wirft Schatten voraus

Zwei Meldungen, die auf den ersten Augenschein nichts mit einander zu tun haben: das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat gestern die verkehrsrechtliche Zulassung der Tranport- und Lagerbehälter vom Typ Castor HAW 20/28 zugelassen. Deren Genehmigung wäre am 31. Oktober diesen Jahres abgelaufen und gilt nun bis zum Jahr 2004. Es sind die Behälter, die für den Tranport der hochradioaktiven verglasten Abfälle aus der französischen Plutoniumfabrik La Hague benutzt werden, erinnert die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg.

Der nächste "Sixpack" sollte im Herbst nach Gorleben rollen. Die Behältergenehmigung schafft der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) und der Polizei Luft, der Transportermin kann nun auch - wie bereits vermutet - auf die ersten Novembertage verschoben werden.

Dass in zwei Monaten wieder transportiert wird, schließt die BI aus der jüngsten Hausdurchsuchung am Dienstag in Meuchefitz, der Meldung Nummer zwei. Anlass war eine Zeitungsanzeige, in der sich die Unterzeichner anerkennend zu dem Mut und Geschick äußerten, mit der im Februar ein Schienenstück auf der Castortransportstrecke zwischen Lüneburg und Dannenberg herausgeschweißt wurde. Bis heute liegen die Tatmotive im Dunkeln und die Meinungen darüber gehen in der Anti-AKW-Szene auseinander. "Doch hier wird nicht die Tat zum Anlass für eine Hausdurchsuchung genommen, sondern eine Meinungsäußerung", kritisiert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Die großangelegte Durchsuchungsaktion diene in erster Linie dazu, den Widerstand mit dem Flair des Kriminellen zu belegen, wenn so viel Polizei vor einem Haus oder Wohnwagen auffährt. Ehmke: "Wir könnten die Uhr danach stellen, pünktlich acht Wochen vor jedem Transport kommt eine solche Hausdurchsuchung. Das ist psychologische Kriegsführung, davon wird sich niemand kirre machen lassen."

Wolfgang Ehmke 05863/98 30 76

Transporttermin (letzter Stand) 5.11.2001

Bearbeitet am: 04.09.2001/ad


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