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vom 04.09.2001

"Langendorfer Kessel"

we Langendorf. Erstmalig musste ein Castor-Straßentransport zwischen der Verladestation Dannenberg und dem Zwischenlager in Gorleben kehrt machen und landete im "Langendorfer Kessel" - so geschehen am Sonntagnachmittag auf der Nordroute, die auch beim letzten Transport im März von der Polizei der Südroute gegenüber vorgezogen wurde.

Natürlich war das alles Straßentheater, was die frisch gegründete Castorgruppe Langendorf auf die Beine gestellt hatte. Eine Zugmaschine und "Atommüllbehälter"- "www. castorkrebs. de" prangte in Anspielung auf die echten Castoren auf der Plane des "Castorcontainers" - setzte sich gegen 15 Uhr 30 aus Richtung Quickborn kommend in Bewegung, rund 300 Menschen mit "schwerem Gerät" wie motorisierten Rasenmähern und Kindertreckern stellten sich quer, so dass der Transporter den Rückzug antreten musste. In der Ortsmitte geschah es dann, ein technischer Defekt löste "Castoralarm" aus und per Menschenkette wurde ein Strahlenschutzwall um den "Castor" errichtet. Zur Stärkung der Demonstranten gab es leckere Torte und Kaffee. Ortwin Kumpe von der Langendorfer Castorgruppe freute sich, dass die Langendorfer parteienübergreifend gegen Atommülltransporte aktiv werden. Vor allem die Einschränkung der Bewegungsfreiheit und die ständige Polizeipräsenz auf der Transportstrecke hätte viele Bewohner empört. Ein Protestchor hatte klassische und volkstümliche Lieder umgedichtet und ermunterte zum Mitsingen, die Aktion "Schneckenplage" und der Aufruf "Wir lassen unsere Gäste nicht im Regen stehen" wurden präsentiert.

Während die "Schneckenplage" darauf setzt, dass aus Protest gegen den Belagerungszustand im Wendland schon im Vorfeld eines Castortransports viele Autofahrer angesichts von BGS- und Polizeikolonnen nur noch im Schneckentempo fahren, laden Flugblätter und Plakate mit einen grünen Schirm über dem Widerstands-X dazu ein, Demonstranten jederzeit Einlass zu gewähren, um sich aufzuwärmen, sich auszuruhen, zu essen und zu trinken und notfalls auch zu nächtigen. Wer dieses Schirmplakat an seine Tür heften oder ins Fenster hängen möchte, kann es im Büro der Bürgerinitiative Umweltschutz in Lüchow erhalten.

Bearbeitet am: 04.09.2001/ad


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