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vom 05.10.2001

Tag X rückt näher - BI Umweltschutz macht mobil

Kriegsgegner/innen ins Wendland eingeladen

Landesregierung und Polizei halten unbeeindruckt am Castortransport ins
Zwischenlager Gorleben fest, der nächste Tag X rückt immer näher.

Bei den Atomkraftgegner/innen im Wendland wächst angesichts dieser Haltung die Verbitterung. "Politikern und Polizei gehen kalt zur Tagesordnung über, so als sei die Kamikaze-Attacke auf das World Trade Center in New York ein einmaliger Betriebsunfall und als habe man die Lage im Griff", wirft die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg der niedersächsischen Landesregierung vor. Angesichts der drohenden Kriegsgefahr seien weitere Anschläge nicht auszuschließen.

"Viele Menschen haben Sorge, dass militärische Aktionen der USA und der NATO zu einer Spirale der Gewalt führen und dass Selbstmordattentäter im Gegenzug Nuklearanlagen ins Visier nehmen könnten", schreibt die Bürgerinitiative.

"Noch mehr Polizei und BGS zur Sicherung des Transports, der aus der französischen Plutoniumfabrik La Hague am 5./6. November nach Gorleben rollen soll, und noch mehr Repression fürchten die Gorleben-Gegner/innen, sei in dieser Situation die absehbare Konsequenz.

"Rollen die Transporte, stellen wir uns quer, auch wenn uns ein mulmiges Gefühl nicht loslässt", kündigte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke an. Zynisch setzten die Verantwortlichen auf die Angst und Verunsicherung, anstatt endlich die Reaktoren sofort herunterzufahren, die gegen Flugzeugabsturz nicht gesichert sind, statt die Atommülltransporte zu stoppen. Die Ankündigung des Polizeieinsatzleiters Hans Reime, er würde diesmal statt 12 sogar 20 Konfliktmanager einsetzen, um die "Sorgen und Nöte der Bevölkerung entlang der Transportstrecke" aufzunehmen, sei angesichts der aktuellen politischen Begleitumstände ein Hohn.

Ehmke: "Lässt sich der Transport politisch nicht verhindern, bleiben wir nicht zu Hause. Es wird eine tagelange Dauerdemonstration gegen die Gewalteskalation, die jeder Krieg darstellt, und für die Stilllegung der Atomanlagen geben, wir laden bundesweit alle Kriegsgegner/innen ein, sich unseren Protesten anzuschließen". Wolfgang Ehmke 0171/ 54 54 684

Bearbeitet am: 05.10.2001/ad


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