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vom 15.10.2001

Der Widerstand gegen den nächsten Gorleben-Castor formiert sich

Der Besuch des niedersächsischen Innenminister Heiner Bartling (SPD) am
heutigen Montag und die Stippvisite des grünen Bundesumweltministers Jürgen Trittin am kommenden Donnerstag auf der festungsähnlichen Endlagerbaustelle seien untrügerische Zeichen dafür, dass es Anfang oder Mitte November wieder zu einem Castortransport ins Wendland kommen wird. "Uns geht es immer noch darum, den nächsten Castor durch politischen Druck zu verhindern, die innen- und außenpolitische Situation spricht für einen Transportestopp", sagte die BI-Vorsitzende Rosi Schoppe auf einem gut besuchten Koordinationstreffen von Castorgegnern und Bürgerinitiative Umweltschutz am Sonntag.

"Wenn aber der Zug mit den sechs Castorbehältern Anfang November von La Hague aus auf die Reise geht, wird es bei uns wieder heiß hergehen und der Atommüll-Fahrplan wird durcheinander geraten", prophezeite sie. 243 Verletzte hatte es im März 2001 beim letzten Gorleben-Transport auf seiten der Castorgegner gegeben, 30 davon waren schwerverletzt, so die bisher unveröffentlichte Bilanz der Rettungsdienste. Das widerlegt die Mär von Polizei und BGS, sie seien behutsam mit dem Demonstranten umgegangen, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Das Verwirrspiel um den nächsten Castortermin ist wie üblich im vollen Gange. Bis zum Beweis des Gegenteils orientieren sich die Anti-AKW-Initiativen am 5. November als möglichem Transporttermin, um vor einem Überraschungscoup gefeit zu sein, auch wenn der 12. November ins Spiel gebracht wurde. Wie üblich werde es am Samstag zuvor in Lüneburg eine Auftaktkundgebung geben, ein Novum: auch in Süddeutschland wird zeitgleich demonstriert, und zwar in Karlsruhe. Noch wird am dem endgültigen Widerstandskonzept gefeilt, für den 4. November, den Sonntag vor dem Tag X, werde die BI zu einer Großkundgebung in Splietau mit einem Kulturprogramm aufrufen.

Wichtiges nächstes Datum im Widerstandskalender nach dem Trittin-Besuch ist Samstag, der 20. Oktober. Am Aktionstag gegen die massive Polizeipräsenz im Vorfeld des Transports wird es um 14 Uhr eine Kundgebung vor der Polizeikaserne in Lüchow geben. Die Castor-Gruppen wollen bereits vormittags an verschiedenen Orten im Landkreis mit phantasievollen Aktionen gegen den drohenden "Belagerungszustand" protestieren. Wolfgang Ehmke 05863/98 30 76

Bearbeitet am: 15.10.2001/ad


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