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vom 19.10.2001

Schon wieder: Gorleben-Widerstand geht auf die Straße

Der Besuch des grünen Bundesumweltministers Jürgen Trittin hat doch etwas Gutes gehabt: der Widerstand im Wendland gegen den nächsten Castortransport nach Gorleben gewinnt sichtlich an Schwung. "Der Grünen-Politiker hatte nichts in der Tasche, nicht einmal zum Thema Endlager, also sind wir an der Reihe", schreibt die BI Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg.

Bereits am Samstag gehen die Gorleben-Gegner/innen wieder auf die Straße. Ihr Thema ist die sich abzeichnende massive staatliche Reaktion auf den Bürgerprotest. Um 14 Uhr wird vor der Polizeikaserne in Lüchow demonstriert. "Wieder sollen 18.000 Uniformierte die Atommüllabfuhr schützen, zu erwarten sind wie im Frühjahr Versammlungsverbote und Schikanen", prognostiziert die BI. Ausnahmsweise - so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke - müsse man dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel (SPD) beipflichten, als er nach dem letzten Gorleben-Transport in einem "Spiegel"-Interview sagte: "Ich bin nicht Ministerpräsident geworden, um permanent Belagerungszustände zu organisieren. Weitere Transporte nach Gorleben gefährden den Landfrieden und lassen die früheren Mahnungen von Robert Jungk wahr werden, dass ein solcher Atomstaat die Demokratie zerstört." Dagegen richte sich der Protest. Ehmke: "Schade nur, dass Gabriel ganz kleinlaut geworden ist und nicht gegen die Bundespolitik aufmuckt."

In eigener Regie werden am Samstagvormittag die Castorgruppen an verschiedenen Orten des Landkreises bereits in Aktion treten. Abgerundet wird der Tag durch Infos zum "Stand der Dinge" um 18 Uhr und ein Solikonzert im Café Grenzbereiche in Platenlaase. Ab 20 Uhr spielen dort die Bands "Blobkanal" und "Kettcar" aus Hamburg und die Formation "Fine" aus dem Wendland gegen den Castor und für den "MMKW" (Mobilisierenden Musik-Kampfwagen).

Wolfgang Ehmke 05863 - 98 30 76 od. 0171-54 54 684

Bearbeitet am: 19.10.2001/ad


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