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vom 25.10.2001

Castoralarm im Wendland: Die Mobilisierung geht in die heiße Phase

"Nichts wird sein, wie es war". Nach den Terrorangriffen von New York gab es  keinen Politiker, der diesen Satz nicht im Munde geführt hat. Doch alles bleibt, wie es ist. Schlimmer noch. Trotz Terror und Krieg bleiben Atomkraftwerke am Netz, produzieren Strahlenmüll und es rollen Castortransporte, so als sei alles noch immer, wie es war. Wer Sicherheit groß schreibt, sollte in Zeiten von Angst und Verunsicherung den Mut haben, angemessene Entscheidungen zu treffen: in den USA sind Castortransporte vorläufig ausgesetzt und der EU-Kommissar für Inneres und Justiz, Antonio Vitorino, plädiert dafür, das Sicherheitsrisiko von Atomanlagen neu zu bewerten. Er fordert als Konsequenz aus den Terroranschlägen in den USA auch strengere Auflagen für den Transport von Atommüll. Doch der niedersächsische Innenminister Heiner Bartling (SPD) bleibt stur: Der nächste Tag X für das Wendland ist der 12. November.

Wer glaubt, im Schatten der globalen Verunsicherung das Atommüllgeschäft weiter abwickeln zu können, der wird sich täuschen, wir gehen wieder auf die Straße und an die Schiene. Wir fordern die sofortige Stilllegung von Atomanlagen, damit entfallen auch die Transporte abgebrannter Brennelemente nach La Hague und Sellafield bzw. der hochradioaktiven Kokillen aus Plutoniumabtrennung, die gegenwärtig nach Gorleben transportiert werden. Die Empörung im Wendland ist riesengroß. Was muss denn noch alles passieren, fragen sich die Leute, damit dem Atommülltourismus ein Ende gesetzt wird. Wir werden es uns nicht bieten lassen, dass alles so weiter geht, wie bisher.

Der Bundesregierung ist der Deal mit der Atomwirtschaft wichtiger als unsere Besorgnis. Zum ungestörten Reaktorbetrieb gehört die Schein-Entsorgung des Mülls. Dieser Profitlogik widersetzen wir uns. Die BI Umweltschutz arbeitet im Vorfeld des Transports mit Nachdruck daran, dass der Castor gestoppt wird, bevor er losfährt.

Juristisch: gemeinsam mit Greenpeace wird Klage gegen die Transportgenehmigung erhoben. Bleibt es beim Tag X für den 12. November, dann sehen wir uns am Samstag auf der Demo in Lüneburg. Für Sonntag, den 11. November melden wir für 11 Uhr eine Demo in Splietau an, zu der wir Tausende von Demonstranten aus Nah und Fern erwarten. Sie kommen zu Fuß, mit dem Bus, dem Fahrrad oder dem Trecker. Mahnwachen sind für Lüchow und Hitzacker angemeldet, dort werden wir am Montagabend um 18 Uhr und am Dienstag zur gleichen Zeit um 18 Uhr demonstrieren. Es läuft quasi auf eine Dauerdemonstration hinaus, zu der wir überregional einladen unter dem Motto: Nein zu "Krieg statt Politik" - Atomkraftwerke stilllegen - den Castor stoppen. Wolfgang Ehmke 05863/ 98 30 76 od. 0171/ 54 54 684

Bearbeitet am: 25.10.2001/ad


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