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vom 07.11.2001

Wenn der Castor rollt, stellen sich viele Menschen quer

"Vielfältig und nicht nur auf das Wendland beschränkt ist der Widerstand, denn mit der Novelle des Atomgesetzes unter Rot/Grün ist der Atomausstieg nicht besiegelt und die nukleare Entsorgung bleibt weiterhin ungelöst", erklärt die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Viele Menschen spürten, seit den Terroranschlägen von New York ist die Welt aus den Fugen. Sie erkennen, wie angreifbar und verletzlich unsere Welt ist: Amtlich wird seitdem zugegeben, dass Atomanlagen nicht sicher sind. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: "Sie waren es nie, und das zu wissen, es immer behauptet zu haben, erfüllt uns nicht mit Genugtuung."

Unter Rot/Grün werden die Plutoniumfabriken in La Hague und Sellafield weiter mit abgebrannten Brennelementen bestückt. Der Frühjahrstransport von La Hague nach Gorleben war, wie die Gorleben-Gegner/innen prophezeit hatten, der Türöffner für die Wiederaufnahme eines umfassenden Atommülltourismus. La Hague wird neuerdings militärisch überwacht aus Angst vor den katastrophalen Folgen eines Kamikaze-Anschlags.

"Einerseits wird seitens Rot/Grün trotzig an der Atomkraft und an dem Castortransport festgehalten, anderseits wird vom niedersächsischen Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel an uns appelliert, in solch unsicheren Zeiten sollten wir doch bitte zu Hause bleiben - aber dieses Konzept der Verunsicherung und Irritation wird nicht aufgehen", prophezeit Ehmke. "Die Regierungsparteien sind in der Castorauseinandersetzung abgetaucht", konstatiert die BI. Was die Atomkraftgegner/innen verwundert und verärgert, bringt ihr Sprecher auf folgenden Nenner: "Stattdessen äußern sich BGS und Polizei in kostspieligen Inseraten auf Kosten der Steuerzahler und versuchen den Widerstand zu diskreditieren. Die Polizei und der BGS sollten sich auf ihre verfassungsgemäße Rolle als Exekutive beschränken und im Castorkonflikt nicht ständig Partei ergreifen."

Für die Gorleben-Gegner ist das politische Ziel klar: "Wir wollen nicht über Aktionsformen streiten, sondern beweisen, dass es keine Gewöhnung an Atommülltransporte gibt. Der politische Preis, den Rot/Grün zahlen muss, ist ihr permanenter Gesichtsverlust."

Im Vorfeld des Transports gibt es zahlreiche Veranstaltungen und Mahnwachen:

- am Verladekran in Dannenberg täglich 17 bis 18 Uhr
- vor der Polizeikaserne Lüchow am 7.-9.11. 17-18 Uhr
- Marktplatz Lüchow 7.-9.11. um 17.30 Uhr
- Marktplatz Dannenberg 8.11. 11 Uhr (Ini 60)
- Gorleben Ortsmitte 9.11. um 11 Uhr

Die Auftaktkundgebung in Lüneburg am 10. November um 12.30 ist für die Wendländer/innen ein Muss. Die Bürgerinitiative hat für den 11. November um 11 Uhr eine Großkundgebung in der Nähe von Splietau angemeldet, zu der sie rund 6000 Menschen erwartet. Die Bäuerliche Notgemeinschaft wird sich an dieser Kundgebung beteiligen. Weitere Kundgebungen und Demonstrationen mit Unterstützung der BI Umweltschutz bzw. in ihrer Verantwortung wird es an den vermeintlichen Tagen des Castortransports auch in Uelzen (Montag 12 Uhr), Hitzacker (Montag 18 Uhr) und - je nach Lage der Dinge - in Hitzacker oder Dannenberg (Dienstag18 Uhr) geben.

Wolfgang Ehmke 0171/ 54 54 684

Bearbeitet am: 07.11.2001/ad


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