BI Umweltschutz fordert Abbruch der VSG

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.

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vom 06.02.2012

Steuerzahler hat das Vorläuferprojekt für die “Vorläufige Sicherheitsanalyse Gorleben” schon teilfinanziert

BI Umweltschutz fordert Abbruch der VSG

Für das Vorläuferprojekt ISIBEL, auf dem die vorläufige Sicherheitsanalyse Gorleben (VSG), fußt, hat der Bund bereits mehr als 2 Mio. Euro bezahlt. Insgesamt sind nach Angaben des Bundesumweltministeriums für die VSG noch einmal 8,9 Mio. Euro vorgesehen. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) hält Norbert Röttgen vor, mit Hilfe der VSG die Planreife Gorlebens energisch voranzutreiben, allen Ankündigungen, es gäbe ein neues Endlagersuchverfahren zum Trotz, um Gorleben als Referenzstandort im Spiel zu halten.

"Entgegen den Beteuerungen des Röttgens, die Kosten für die Endlagerung würden von den Atomstromproduzenten aufgebracht, zahlt allein der Steuerzahler diese Summen", kritisiert die BI. Danach erhielt die DBE Technology GmbH 1.012.476 Euro und die GRS 779.805,25 Euro. Die Arbeiten der ebenfalls beteiligten Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) wurden über steuerfinanziertes Personal erbracht und wurden nicht weiter beziffert. Damit hat der Steuerzahler schätzungsweise mehr als 2 Mio. Euro für das Endlagerprojekt Gorleben bezahlt.

Den Zuschlag für die an ISIBEL ("Überprüfung und Bewertung des bereits verfügbaren Instrumentariums für eine sicherheitliche Bewertung von Endlagern für HAW") anknüpfende VSG, auf dessen Grundlage das Ministerium 2012 über die Zukunft des Endlagerstandorts entscheiden will, hatten u.a. die BGR und die Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) erhalten. Die BGR hatte in ISIBEL dem Salzstock Gorleben bereits seine Tauglichkeit als Endlager "attestiert". Die GRS wiederum hat Unteraufträge an Wissenschaftler der RWTH Aachen, der TU Claustahl und an die DBE Tec vergeben. Zu den Gorleben-Gutachtern in Aachen zählt auch Bruno Thomauske, der bis 2007 die deutsche Atomsparte von Vattenfall leitete. In Claustahl ist Professor Claus-Jürgen Röhling beteiligt. Dessen dortige Stiftungsprofessur wurde von der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) finanziert, von einem Tochterunternehmen der AKW-Betreiber. Die Deutsche Gesellschaft für die Endlagerung von Abfallstoffen (DBE), die Gorleben ausbaut, und ihre Tochter DBE Tec gehören ebenfalls mehrheitlich der GNS. Die BGR hatte bereits in einer Vorstudie dem Salzstock Gorleben einen Blankoscheck ausgestellt. "Die geballte Anhäufung tendenziöser Gorleben-Befürworter wird aus Steuermitteln bezahlt, um Gorleben planreif zu machen, dieser Spuk muss ein Ende haben", so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Bearbeitet am: 06.02.2012/ad


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