Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.

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vom 18.10.2012

Experten suchen Atommüllkammer

BI Umweltschutz sieht sich in Kritik bestätigt

Gestern erst hatte die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) auf mögliche Parallelen zwischen der Asse II und Gorleben und vor allem auf Fehler beim Ausbau des sogenannten Erkundungsbergwerks verwiesen. Die Antwort auf die Frage, welche Wirkungen der Gebirgsdruck auf Hohlräume im Salz hat, liefern postwendend die Arbeiten in der Asse II: Bei den Probebohrungen im havarierten Atommülllager Asse sind die Bohrmannschaften entgegen den Prognosen bislang nicht auf die Kammer 7 mit Atommüll gestoßen.

Die Grenze zu dem Hohlraum sei bei einer Bohrtiefe von 24,5 Metern durch die Verschlussmauer erwartet worden, sagte am Mittwoch der Geschäftsführer der Asse-GmbH, Jens Köhler. Diese Tiefe haben die Bohrmannschaften inzwischen erreicht. Ursprünglich war sogar eine Mauerstärke von lediglich 20 Metern angenommen worden. Köhler sagte, der Gebirgsdruck könne Hohlräume in der Einlagerungskammer zugedrückt haben. Das sei auch schon bei einem untertägigen Schacht in 637 Meter Tiefe der Fall gewesen. Der Gebirgsdruck hatte auf einer Länge von 20 Metern den vier mal zweieinhalb Meter großen sogenannten Blindschacht 2 komplett zusammengedrückt.

Ähnliche Szenarien befürchtet die BI auch für Gorleben, weil dort Hohlräume und viel zu große und nicht kreisrunde Strecken aufgefahren wurden. "In der Asse II treten schon nach einigen Jahrzehnten diese Verformungen auf und das radioaktive Inventar ist nur ein Bruchteil dessen, was allein in einem Castor-Behälter steckt", warnt Wolfgang Ehmke (BI). "Das Erkundungsbergwerk Gorleben wurde eben gleich als Bergwerk ausgebaut, irreparabel und absehbar sind ähnliche Konvergenzen, aber zuschütten lässt sich Gorleben noch."

Bearbeitet am: 20.10.2012/ad


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