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vom 19.07.2017

Atommülllager Forscher warnen vor kommenden Eiszeiten

„Die Bewegungen der Erdkruste haben enorme Auswirkungen auf Salzlagerstätten. Das ist wichtig bei der Suche nach einem Endlager“, schreibt Prof. Dr. Christian Hübscher von der Universität Hamburg in einem Gastbeitrag im Hamburger Abendblatt (10. Juli 2017).

Am Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) der Universität Hamburg untersuchte er mit einem Forscherteam, wie das Salz in der Erdkruste lagert, wie das umliegende Gestein aufgebaut ist und welche Prozesse die mächtigen Schichten gebildet und verformt haben.

Das Ergebnis lässt aufhorchen, schreibt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI). Denn Hübscher und sein Forschungsteam warnen davor, Atommülllager in Gebieten zu errichten, die von kommenden Eiszeiten bedroht sind: In den nächsten 100.000 Jahren wird die norddeutsche Tiefebene und der Ostseeraum nur einige 10.000 Jahre eisfrei sein: „Der Blick in die Erdgeschichte zeigt, dass die Bewegungen in der Erdkruste enorme Auswirkungen auf die Salzlagerstätten haben.“

In den vergangenen 400.000 Jahren hatten die von Skandinavien kommenden Gletscher der Eiszeiten die oberen ein bis zwei Kilometer der Erdkruste wie einen riesigen Teig durchgewalkt – und somit das Ostseebecken und die Norddeutsche Tiefebene massiv verformt und gestört. Gesteinsschichten verschoben sich gegeneinander, Sedimente wanderten im Eis, Becken und Hügel formten sich.

Die Nachwirkungen spüren wir noch heute, schreibt Hübschner, so hebe sich beispielsweise der Norden Skandinaviens seit dem Abschmelzen der letzten großen Gletscher noch immer an, da die Last des Eises fehlt. Die Warnung ist klar: „Das hat auch Einfluss auf die älteren Erdschichten, die im Laufe der Jahrmillionen teilweise nach oben gedrückt wurden – wie die vielen Salzstöcke Norddeutschlands. Deshalb nehmen wir an, dass eine weitere Vereisung Norddeutschlands auch große Veränderungen an den Salzstöcken bewirken würde.“

„In unserer Forderung, Gebiete mit glazialen Ereignissen bei der Endlagersuche mit denen, die vom Vulkanismus bedroht sind, gleichzustellen und von vornherein auszuschließen, sehen wir uns durch diese Forschung voll bestätigt“, resümiert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Eine Einladung zu einer Infoveranstaltung an die Forschergruppe sei schon auf den Weg gebracht.

Die Forschung zum Klimawandel in Hamburg Exzellenzcluster: Die Klimaforschung in Hamburg genießt internationales Renommee. Das Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit der Universität Hamburg (CEN), das Max¬-Planck-¬Institut für Meteorologie, das Institut für Küstenforschung des Helmholtz--Zentrums Geesthacht und das Deutsche Klimarechenzentrum bilden gemeinsam den Exzellenzcluster für Klimaforschung (CliSAP).

http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article211203955/Was-die-naechste-Eiszeit-mit-unserem-Atommuell-zu-tun-hat.html

 

Bearbeitet am: 19.07.2017/ad


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