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vom 02.01.2018

BI fordert Denkmalnach in Gorleben

Zur Einstimmung auf das Widerstandsjahr 2018 versammelten sich rund 100 Atomkraftgegner_innen an den Atomanlagen in Gorleben.

Im Fokus der Auseinandersetzung werde neben der ungeklärten Situation, ob der Salzstock Gorleben-Rambow und damit das sogenannte Erkundungsbergwerk Gorleben als Atommüllendlager genutzt wird, die Dauerzwischenlagerung stehen, erklärte die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI). Mit Blick auf den geplanten Rückbau der festungsartigen Mauer rund um das Endlagerbergwerk stellte Falko Berkemeier den Plan vor, ein Mauersegment mit den Anti-Atom-Graffitis stehen zu lassen, als Mahnmal für die verkorkste Endlagersuche, aber auch als Denkmalnach: die notwendige Infrastruktur für das Bergwerk, um aus dem Stillstand sofort wieder mit den Plänen, dort hochradioaktiven Müll versenken zu können bleibt erhalten.

Die Gefahr, dass aus 40 Jahren Zwischenlagerung flugs 100 Jahre werden können und die Frage, ob die Castorbehälter für eine derart lange Laufzeit ausgelegt und die Castor-Halle Schutz vor Einwirkungen „Dritter“ – wie ein gezielter oder nicht gewollter Flugzeugabsturz umschrieben wird – rückte Martin Donat, der BI-Vorsitzende in den Mittelpunkt seiner kurzen Ansprache. Schon am 13. Januar wird das Nationale Begleitgremium (NBG), das die Endlagersuche moderieren soll, sich dieses Themas annehmen.

Nicht ganz freiwillig, betonte Donat, „dieses Thema hat das NBG übernommen, weil wir es beständig auf die Tagesordnung setzen“. Am 2. Februar wird es im Ratskeller in Lüchow eine Abendveranstaltung mit Experten zu dieser Problematik geben. BI-Pressesprecher Wolfgang Ehmke blickte noch einmal auf das Jahr 2017 zurück.

Mit dem Gorleben-Tag während der KLP, den Tausende besucht hatten, einem internationalen Sommercamp und den Aktivitäten rund um den Weltklimagipfel sei ein breites Spektrum der Widerstandsarbeit sichtbar und wirksam geworden. Dass es zu einer vorerst letzten Befahrung des Endlagerbergwerks am 19. Dezember gekommen sei, hätte sich vor rund 30 Jahren, als im März 1986 das Abteufen des ersten Schachtes begann, niemand träumen mögen, so sehr schien alles auf Gorleben als Endlagerstandort zuzulaufen.

„Das erfüllt uns auch mit Stolz, wenngleich wir im Jahr 2018 sofort wieder darauf verweisen, dass sich der Endlagerstandort Gorleben nicht erledigt habe.“ Schon bei den Ausschlusskriterien für ein Atommüllendlager werde deutlich, dass es nicht allein um die reine Wissenschaft, sondern um politische Vorgaben gehe, sonst wäre der Salzstock Gorleben mit einem Einbruchsee darüber schon jetzt raus.

 

Bearbeitet am: 02.01.2018/ad


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