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vom 09.07.2019

Bayern will Gorleben

Der Länderstreit um die Endlagersuche ist bereits entbrannt, bevor der Vorhabensträger, die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) in einem ersten Schritt Regionen ausweist, die für die Lagerung hochradioaktiver Abfälle näher betrachtet werden, das soll im dritten Quartal 2020 erfolgen. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) geht davon aus, dass der Salzstock Gorleben wegen seiner geologischen Mängel dann aufgegeben werden muss.

Vielleicht ist es das klare Statement des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD), der bei seinem Besuch im Wendland seine Überzeugung bekräftigte, dass Gorleben bei der Endlagersuche herausfällt, was den bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) dazu bewegte, mit dem Finger auf Gorleben zu zeigen. Im Interview mit der Rundschau des Bayrischen Rundfunks zur aktuellen Suche nach einem Atom-Endlager favorisiert er ganz klar Gorleben und sieht keine Notwendigkeit, ein weiteres Endlager zu bauen- er könne niemandem erklären, warum Gorleben nicht in Frage kommt, zumal dort 1,6 Mrd. Euro für den Bergwerksbau ausgegeben wurden.

https://www.br.de/mediathek/video/umweltminister-thorsten-glauber-zur-endlager-suche-sicherheit-der-buerger-steht-an-oberster-stelle-av:5d1e2f1b056988001321926f

CSU-Chef Markus Söder legte nach: "In Bayern macht ein Atommüllendlager keinen Sinn. Geologisch gesehen passt Bayern nicht, da das vorhandene Gestein eine deutlich schlechtere Sicherheit aufweist als zum Beispiel Gorleben", sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag der Deutschen Presse-Agentur in München. "Deshalb wird es hier auch kein sicheres Endlager geben."

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke sieht nun die BGE und die Bundesbehörde für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) in der Pflicht, der bayrischen Staatsregierung zu erklären, warum neben Salz und Ton auch Kristallin als Endlagerformation in Frage kommt. Ehmke: „Auf die Klärung, warum der Salzstock Gorleben bei der Betrachtung der Mindestanforderungen an eine Gesteinsformation und nach der Anwendung von geologischen Ausschluss- und Abwägungskriterien herausfällt, können wir getrost bis zum dritten Quartal 2020 warten.“ Umso wichtiger sei in diesem Prozess die Transparenz der Geodaten gegeben, ein fehlendes Geologiedatengesetz befeuere die Bildung von Gerüchten, dass es bei der Endlagersuche nicht mit rechten Dingen zugehe und damit das Sankt -Floriansdenken.

 

Bearbeitet am: 09.07.2019/ad


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