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vom 17.02.1993

BI fragt wegen Risse im Schacht:

Wieviel Steine noch?

gel Gorleben. „Müssen noch drei weitere, zehn, zwanzig, dreißig oder mehr Betonformsteine reißen, bis der Zu-stand als riskant bezeichnet werden kann?" Dies fragt die hiesige Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) das rot-grüne Umweltministerium in Hannover. Anlaß: Anfang Februar sind bei einer routinemäßigen Kontrolle im Schacht I des Erkundungsbergwerks für ein atomares Endlager in Gorleben zwei weitere Schadstellen entdeckt worden.

63 solcher Schadstellen, so erfuhr die EJZ im Landesumweltministerium, seien bereits bekannt. Die Risse in den Steinen würden durch den Gebirgsdruck verursacht. Die BI will nun in einem Brief an Staatssekretär Horn vom Landesumweltministerium wissen, wie dort die neuerlichen Schäden eingeschätzt werden.„Offensichtlich halten die Betreibergesellschaft und das Umweltministerium dieses Vorkommnis für eine Bagatelle", mutmaßt die BI.

Gleichzeitig erinnert die BI an das Jahr 1987: Seinerzeit habe der unterirdische Gebirgsdruck bei einem schweren Unfall beinahe zum Einsturz des Schachtes I geführt.

Bearbeitet am: 06.02.2018/ad


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