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vom 20.01.1993

BI: Aktionen erfolgreich

ür Gorleben. Es war auf den letzten Metern des Transportes ein harter Polizeieinsatz, urteilte gestern nachmittag die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow- Dannenberg, keineswegs aber könne von einem brutalen Vorgehen der Einsatzkräfte gesprochen werden, unterstrich BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Er bedauerte er, daß ein Polizeibeamter durch einen Steinwurf erheblich verletzt wurde, zumal es während der Blockaden in entspannter Atmosphäre wiederholt Gespräche zwischen Demonstranten und Beamten gegeben habe, in denen die Ordnungshüter wiederholt ihren Unmut über derartige Einsätze geäußert hätten. „Wir hoffen, daß die Polizisten endlich einmal nein zu diesem Job sagen", meinte Ehmke. Die politische Verantwortung trage Innenminister Glogowski.

Der BI-Sprecher sprach von einem „martialischen Materialaufgebot der Polizei", das einschüchtern sollte. Darüber hätten auch die freundlichen Aufforderungen der Einsatzleitung, freies Geleit für den Atommüll zu gewähren, nicht hinweggetäuscht.

Auch in diesem Zusammenhang nahm Ehmke Glogowski aufs Korn: „Wir sollten, so der Innenminister jüngst in Gorleben, Aktionen ‚erträglich' gestalten. Unerträglich aber ist die Strategie der Einschüchterung." Die Aktionen der Atomkraftgegner in jüngster Zeit waren nach Ansicht Ehmkes „sehr erfolgreich". So sei die Inbetriebnahme der CastorLagerhalle verhindert worden, und der Atommüll aus Mol sei auf seinem Weg nach Gorleben vier Wochen lang aufgehalten worden. Die BI werde mit ihrem Protest dafür sorgen, daß „die ungelöste Entsorgung ein zentrales Thema" wird. Von der Regierung in Hannover verlangt Ehmke ein klares Nein zu externen Zwischenlagern.

 

Bearbeitet am: 30.01.2018/ad


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