ejzmini.gif (1299 Byte)

vom 22.07.1994

"Eine unnötige Provokation"

Gewerkschaft der Polizei gegen Castor-Transport

jg Gorleben. Als „unnötige Provokation der niedersächsischen Bevölkerung" hat der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Horst-Udo Ahlers, den geplanten Atommülltransport von Philippsburg nach Gorleben bezeichnet.

 „Das Vorhaben der Bundesregierung ist insofern völlig unverstàndlich, als das Atomkraftwerk Philippsburg über genügend eigene Lagerkapazität verfügt", so der Gewerkschafter. Es sei klar, daß der Transport mit massiven Protestaktionen der betroffenen Bevölkerung verbunden sein werde. In dieser Situation sei es dann wieder mal die Polizei, „die den Puffer zwischen bundespolitischen Entscheidungen und Bürgerwillen bildet und den Kopf hinhalten muß".

Die niedersächsische Landesregierung habe sich aus guten Gründen gegen den Transport ausgesprochen, was von der Bundesregierung somit schlicht ignoriert werde. „Auf der Basis des festgeschriebenen polizeilichen Auftrages, Gefahrenabwehr zu betreiben und die Verhältnismäßigkeit der Mittel zu wahren, protestieren wir energisch gegen das Vorgehen der Bundesregierung", betont Ahlers namens der GdP.

 

 

Bearbeitet am: 22.07.2019/ad


Zurück zur Homepage