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vom 01.02.2001

BI: Gefälligkeitsgutachten - Expertengruppe:

Moratorium ungerechtfertigt

gel Gorleben. Der Abbruch der Erkundungsarbeiten für ein atomares Endlager in Gorleben sei nicht gerechtfertigt. Weder aus wissenschaftlicher noch aus technischer Sicht.

Zu diesem Ergebnis kommt eine so genannte Internationale Expertengruppe (IEG), die von den Energieversorgungsunternehmen (EVU) einberufen worden ist. In ihrem jetzt vorgelegten Abschlussbericht kommt die IEG auch zu dem Schluss: Es gebe keine Erkenntnisse, die grundsätzlich einer sicheren und in tiefen geologischen Formationen erfolgenden Abfallentsorgung im Gorleben-Salz widerspreche. Die IEG wurde eingesetzt, nachdem die Bundesregierung einen Katalog an Zweifeln an der Eignung des Salzstockes Gorleben veröffentlichthatte und die Erkundungsarbeiten dort einstellte.

Die IEG war auch beauftragt, die aufgeworfenen Zweifel zu bewerten. Die Expertengruppe stellt in ihrem Abschlussbericht fest, dass keiner der von der Bundesregierung vorgebrachten Zweifel den Abbruch der Erkundung rechtfertige. Im Gegenteil: Die Erkundung habe gerade das Ziel, die wissenschaftliche Entscheidungsgrundlage über eine Endlagerung in Salz noch zu verbessern. Untersuchungen hätten gezeigt, dass die erwartete Dichtigkeit und Isolationsfähigkeit des Salzes bestätigt werde. Es gebe auch kein logisches Argument für den von der Bundesregierung gewählten Zeitrahmen von drei bis zehn Jahren für das Moratorium in Gorleben.

Außerdem fehlten auch die genau definierten Bedingungen für eine Wiederaufnahme der Erkundungsarbeiten oder einer Aufgabe des Standortes Gorleben. Die IEG befürchtet ab-schließend, dass die derzeitigen Entwicklungen in der deutschen Atompolitik zu "unnötigen Verzögerungen bei den technischen Anstrengungen für eine gesellschaftlich akzeptierte Lösung bei der Entsorgung radioaktiver Abfälle" führe. Als "Gefälligkeitsgutachten" bezeichnet die hiesige Bürger-initiative (BI) Umweltschutz die Expertise. Die von den Stromkonzernen beauftragten "Experten" hätten Ergebnisse präsentiert, die niemanden überzeugen. Den "Türöffner" für solche Gutachten habe allerdings Rot-Grün gespielt, weil im Atomkonsenspapier von der Eignungshöffigkeit des Salzstockes die Rede gewesen sei.

Bearbeitet am:01.02.2001 /ad


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