ejzmini.gif (1299 Byte)
vom 24.02.20001

"Zorn und Angst"

Kritzokat: Konzept sinnvoll

ab Dannenberg. Im evangelischen Gemeindehaus in Dannenberg (siehe auch Bericht oben) kochte vorgestern der Zorn vieler Zuhörer hoch. Den bevorstehenden Castor-Transport nach Gorleben wolle die Polizei nicht nur mit voraussichtlich mehr als 15000 Einsatzkräften durchsetzen, sondern auch mit Hilfe einer Gruppe, die unter dem Namen "Konfliktmanagement" Öffentlichkeitsarbeit betreibe. Das Konzept solle vor allem im Vorfeld sicherstellen, dass ein durch Gewaltszenen angeschlagenes Bild der Polizei in der Öffentlichkeit in ein gesellschaftlich akzeptables Licht gerückt werde.

Der Transport bereitet Kernkraftgegnern und Polizisten gleichermaßen Kopfschmerzen. Ängste werden öffentlich bekannt. "Bitte achten Sie auch unsere Menschenwürde und dass wir alle gesund und unbeschadet aus diesem Einsatz herauskommen", sagte ein sichtlich aufgewühlter Peter Hoppe, Polizist aus Fallingbostel, gezwungenermaßen bisher bei allen Castor-Transporten dabei. Für Superintendent Peter Kritzokat ist es bedauerlich, "dass ausgerechnet die Leute, die das Antikonflikt-Konzept erarbeitet haben, nun Schläge bekommen". Angesichts des sinnvollen Konzepts sei das ungerechtfertigt.

Bearbeitet am: 24.02.20001/ad


zurück zur Homepage