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vom 02.02.2001

Frankreichs Grüne kritisieren Vereinbarung

Paris (dpa) - Die deutsch-französische Vereinbarung zur
Wiederaufnahme der Atom-Transporte ist bei den französischen Grünen, die an der Regierung beteiligt sind, auf heftige Kritik gestoßen.

Die Grünen lehnten die Vereinbarung am Donnerstag ab, weil Frankreich nicht als der «radioaktive Mülleimer Deutschlands» dienen dürfe. Damit bahnt sich Streit in der rot-grünen Regierung in Paris an.

Sicherlich sei die Entscheidung von Bundeskanzler Gerhard Schröder und Premierminister Lionel Jospin vom Vorabend vernünftig, in der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague lagerndes Atom-Material wieder nach Deutschland zurückzubringen. Deutsche und französische Grüne befürworteten «die Rückkehr aller Atomabfälle in ihr Ursprungsland».

Unannehmbar sei aber die Wiederaufnahme der deutschen Transporte nach La Hague, «weil Deutschland nicht mehr weiß, wo es seine Abfälle lagern soll». Angesichts der Atom-Lobbys beider Länder, die sich darauf verständigt hätten, den für die Bevölkerung gefährlichen Transport wieder aufzunehmen, «wird die Anti-Atom-Bewegung nicht untätig bleiben». Das schließe die französischen Grünen voll mit ein.

Bearbeitet am: 02.02.2001/ad


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