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vom 02.02.2001

MdL Dehde gegen mobile Demo-Zellen:

Falsches Signal

gel Gorleben. Der hiesige Landtagsabgeordnete Klaus-Peter
Dehde (SPD) hat sich gegen den Aufbau mobiler Zellen für
Castor-Demonstranten ausgesprochen. "Den gesellschaftlichen
Gruppen wie Kirchen und Gewerkschaften, die trotz ihrer
ablehnenden Haltung zu Transporten um Ausgleich bemüht sind, ist
ein solches Signal nicht zu vermitteln", schreibt Dehde an
Landesinnenminister Heiner Bartling (SPD).

Dehde appelliert an
Bartling, sich für den Abbau des mobilen Zellensystems einzusetzen.
Stattdessen sollte auch die Polizeiführung "frühzeitig für eine
transparente Deeskalationsstrategie" in Lüchow-Dannenberg
sorgen. Die Käfige sind bereits in der Lüchower Polizeiunterkunft
aufgebaut (EJZ berichtete). Dehde erinnert in seinem Schreiben
daran, dass der Atomkonsens nach Auffassung zahlreicher
Lüchow-Dannenberger für Gorleben "keinerlei positive
Auswirkungen" gezeitigt habe.

Die angekündigten
Castor-Transporte würden die hiesige Region hart belasten. Die
Erfahrungen bei den vorigen Transporten hätten gezeigt, dass eine
plausible, auf Deeskalation ausgerichtete Strategie erforderlich sei.
Zellen zur Ingewahrsame von Demonstranten seien vor diesem
Hintergrund "kontraproduktiv und falsch", schreibt Dehde an Minister
Bartling.

Bearbeitet am:02.02.2001 /ad


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