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vom 07.02.2001

"Keine Gefahr durch Castoren"

Bundesamt für Strahlenschutz legt Broschüre vor

dpa Hannover. Von Castortransporten geht nach Meinung von Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), keine Gefahr für die Betroffenen aus. "Es mussRuns nachgewiesen werden und ist nachgewiesen, dass es kein Gesundheitsrisiko gibt" betonte der BfS-Präsident gestern in Hannover bei der Vorlage einer Broschüre zum Thema Atomtransporte und Sicherheit.

Die Bundesregierung hatte Castortransporte mit atomaren Brennelementen 1998 gestoppt. Damals war bekannt geworden, dass Transportbehälter im englischen Sellafield und im französichen La Hague verstrahlt waren. Nun soll es zum ersten Mal seit vier Jahren Ende März wieder einen Castortransport von La Hague nach Gorleben geben. Die Strahlenbelastung wird nach den Angaben von König sowohl in La Hague, als auch beim Abtransport und beim Umladen in Dannenberg gemessen. Die Einsatzpläne für die Polizeibeamten müssten so ausgelegt sein, dass Grenzwerte unterschritten werden.

In der Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague lagern noch 168 Behälter. Sechs werden jetzt nach Gorleben gebracht. Beim Transport abgebrannter Brennelemente darf nach Angaben des Strahlenschutzamtes nach internationalen Vorschriften die Strahlenbelastung in zwei Meter Abstand zum Transportfahrzeug nicht mehr als 0,1 Millisievert pro Stunde betragen.

Der CSU-Landesgruppenvorsitzende Michael Glos forderte unterdessen Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) auf, den Rücktransport von atomarem Müll nach Gorleben noch vor den Landtagswahlen am 2 5. März in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zu veranlassen. Trittin solle den Transport persönlich begleiten -"vielleicht sogar auf der Lok".

Bearbeitet am: 07.02.2001/ad


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