ejzmini.gif (1299 Byte)
vom 10.02.2001

Weit entfernt vom Konsens

Grünen-Streit um geplante Atomproteste schwelt weiter

Ini Hannover. Der Streit bei den Grünen um mögliche Proteste beim bevorstehenden Atomtransport nach Gorleben hält an.

Ein Krisengespräch zwischen dem Grünen-Bundesvorsitzenden Fritz Kuhn und der Vorsitzenden der niedersächsischen Grünen-Landtagsfraktion, Rebecca Harms, hat gestern in Hannover zu keinem Konsens geführt. "Wir haben keine gemeinsame Sprachregelung gefunden", sagte Harms. Sie bleibe dabei, dass es sehr viele Gründe gebe, sich gegen die Transporte zu wehren. Kuhn machte dagegen erneut die Position des Parteirates deutlich, wonach wegen des Atomkonsenses auf Demonstrationen verzichtet werden sollte.

Es werde eine fortgesetzte Unruhe geben, wenn Gorleben als Endlager in Frage kommen sollte, betonte Harms. Das Gespräch mit Kuhn nannte sie" interessant". "Wir gehen optimistisch in weitere Gespräche." Dazu gehöre auch ein Gespräch mit Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne). Ob dies jedoch zu einer Änderung der Mehrheitsmeinung bei der Bundespartei führe, wisse sie nicht, erklärte Harms.

Trittin hat Atomkraftgegner am 20. Februar nach Gorleben' eingeladen und will dort seine Position erläutern.

Bearbeitet am: 10.02.2001/ad


zurück zur Homepage