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vom 12.02.2001

Castor-Streit bei Grünen verschärft

Im Berlin/Hannover. Der Streit bei den Grünen um mögliche Blockaden beim bevorstehenden Castor-Transport nach Gorleben hat sich am Wochenende zugespitzt.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im niedersächsischen Landtag, Rebecca Harms, verteidigte im Norddeutschen Rundfunk (NDR) die geplanten Störaktionen. Der GrünenParteirat lehnt solche ab, um den Atomkonsens nicht zu gefährden. Auch auf Forderungen von Harms den Konsens nachzuverhandeln, will sich die GrünenSpitze nicht einlassen.

"Die Forderung halte ich politisch für naiv und gefährlich, weil es die Stabilität des Konsenses in Frage stellt", sagte Grünen-Chef Fritz Kuhn. "Der Konsens ist ein lang ausgehandelter Kompromiss, der den Weg aus der Atomenergie hinaus beschreibt. Am Freitag hatte Kuhn vergeblich versucht, Harms zum Verzicht auf Störungen des CastorTransports zu bewegen. Der Grünen-Parteirat hat die Mitglieder aufgerufen, von solchen Aktionen abzusehen.

Bearbeitet am: 12.02.2001/ad


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