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vom 14.02.2001

DGB-Kreis: La-Hague-Müll in Zwischenlagern an der Grenze lagern

Auf Castor-Transporte verzichten

by Lüchow. Verzicht auf Castor-Transporte nach Gorleben,
Aufbewahrung des aus Frankreich zuirückzunehmenden Atommülls in bestehenden Zwischenlagern an Kernkraftwerken standortnah an der Grenze nach Frankreich. Das sind die Kernforderungen einer Erklärung des DGB-Kreises Nord-Ost-Niedersachsen. Für die Gewerkschafter ist nicht einzusehen, dass die Behälter aus der Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague bis zur endgültigen Klärung, was mit ihnen geschehen soll, nur an einem Standort gelagert werden sollen und dazu ein Transport jedes Mal quer durch die Republik stattfinden muss.

Die enormen Kosten für diese umstrittenen Castor-Transporte seien nicht mehr zu verantworten, ganz zu schweigen vom fehlenden gesellschaftlichen Konsens, meint der DGB-Kreis. Soweit dennoch Transporte - wie die vertragsmäßige Rücknahme der Glaskokillenbehälter aus Frankreich anfielen, dürften keine Abstriche an der Sicherheit für alle Beteiligten wie Polizeibeamte, Fahr- und Verladepersonal gemacht werden. Der DGB kritisiert, dass auch die jetzige rot-grüne Bundesregierung trotz des Moratoriums am Endlager Gorleben festhalte. Der Atomkonsens bedeute keine Aufgabe von Gorleben. Auch die notwendige Suche nach anderen Endlagerstandorten spiele in der Vereinbarung zwischen Bundesregierung und Energieversorungsunternehmen keine Rolle.

Für den DGB besteht damit weiterhin die Gefahr, dass der Landkreis zum "Atomklo Deutschlands" werde, mit möglicherweise verheerenden Folgen für die Gesundheit der hier lebenden Menschen durch radioaktive Strahlung, aber auch für die wirtschaftliche Entwicklung dieser Region. An der Eignung des bisher geplanten Endlagers Gorleben als nationales Endlager bestünden zudem erhebliche Zweifel. Auf die Pilotkonditionierungslanlage sollte verzichtet werden, die Notwendigkeit dieser Anlage sei nicht erkennbar. Wieso müssen dort Castor-Behälter instand gesetzt werden, "wenn diese angeblich hundertprozentig sicher sind?" fragt der DGB.

Bearbeitet am: 14.02.2001/ad


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