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vom 16.02.2001

Jürgen Trittins schnelles Dementi

Keine geheimen Atomtransporte nach La Hague

dpa Berlin. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hat Vorwürfe zurückgewiesen, Deutschland habe geheim oder gegen geltendes Recht Atommaterial nach Frankreich transportiert.

Je vier Transporte mit unbestrahlten Fertigungsresten aus dem hessischen Hanau habe es 1998 und 2000 gegeben, sagte Trittin gestern in Berlin. In einer Aktuellen Stunde des Bundestages bezeichnete Trittin Proteste gegen die bevorstehende Wiederaufnahme von Rücktransporten deutschen Atommülls aus Frankreich ins niedersächsische ZwischenlagerGorleben als falsch, zeigte aber Verständnis für solche Aktionen.

Die Hanauer Atom-Fuhren fielen nach Angaben Trittins nicht unter den 1998 verhängten Transport-Stopp. Es habe sich nicht um Atommüll gehandelt. Die Fuhren seien-bereits 1996 Gegenstand eines öffentlichen Anhörungsverfahrens im Zusammenhang mit der Stilllegung der Brennelemente-Fabrik in Hanau gewesen. Berichte über Geheimtransporte bezeichnete Trittin als "absurd".

Bei den Anhörungen zu Hanau sei als einzige Möglichkeit der Entsorgung der nuklearen Fertigungsreste der Transport in die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in Frage gekommen, sagte Trittin. Nach Angaben des Umweltministeriums sind elf weitere Transporte aus Hanau genehmigt worden.

Bearbeitet am: 16.02.2001/ad


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