Rebecca Harms und andere weichen von Parteilinie ab


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vom 24.01.2001

Landes-Grune wollen Anti-Castor-Proteste

Rebecca Harms und andere weichen von Parteilinie ab

dpa Berlin. Drei Landesvorsitzende der Grünen wollen entgegen dem Beschluss des Parteirates Proteste gegen Atommülltransporte aus dem französischen La Hague nach Gorleben unterstützen. Das kündigten die Vorsitzenden von Niedersachsen, Thüringen und Berlin an. Sie berufen sich auf einen Beschluss des Grünen-Parteitags Ende Juni 2000. Danach ist nach ihrer Ansicht die Beteiligung an solchen Aktionen erlaubt.

Der Parteirat der Grünen hatte sich am Montag in Berlin mit zehn gegen zwei Stimmen gegen eine Blockade "notwendiger Transporte" ausgesprochen. Dies sei "mit dem Atomkonsens nicht vereinbar". Der nächste Atommülltransport mit sechs Castor-Behältern aus La Hague soll in der letzten März- oder ersten April-Woche ins Zwischenlager Gorleben rollen. Die beiden Gegenstimmen kamen von der niedersächsischen Vorsitzenden Rebecca Harms und der thüringischen Landesvorsitzenden Astrid Rothe. Die Berliner Landesvorsitzende Regina Michalik schlage sich unterdessen deren Haltung an. Rebecca Harms sagte, sie werde weiterhin an Demonstrationen gegen Castor-Transporte teilnehmen. "Ich stehe ungebrochen zu meinem Wort, solche Protestdemonstrationen - so wie ich das auch in früheren Jahren gemacht habe - zu unterstützen."

Bearbeitet am:24.01.2001 /ad


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