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vom 29.01.2001

Protest-Aktionen gegen Atommülltransporte bei Dahlenburg - 150 Polizisten im Einsatz

Gleise im Bahnhof kurzzeitig besetzt

tgt/tj Lüchow/Dahlenburg. Erneut kam es gestern zu Protest-Aktionen im Rahmen von Schienenspaziergänge gegen den für März anstehenden Castortransport nach Gorleben. Rund 150 Atomkraftgegner besetzten gegen 14 Uhr kurzzeitig die Gleise am Dahlenburger Bahnhof und widersetzten sich zunächst der Aufforderung des Bundesgrenzschutzes (BGS), die Schienen zwischen Lüneburg und Dannenberg zu verlassen. Anschließend drängten BGSBeamte die Demonstranten von den Gleisen. Dabei waren auch Polizeihunde vor Ort.

Nachdem die Atomkraftgegner forderten, in Richtung Bavendorf gehen zu können, entschied die Einsatzleitung des BGS, dass die Atomkraftgegner den Weg direkt neben dem Gleisbett benutzen durften.

Die Lage beruhigte sich, blieb aber angespannt. Die Beamten hatten Schwierigkeiten, den sich über mehrere hundert Meter langziehenden Demonstrationszug so zu bewachen, dass keine Personen die Gleise betraten. Einige Aktivisten nutzen vorhandene Lücken, um die Schienen doch zu begehen. Dabei wurden einige Personalien festgestellt.

Die Spaziergänger passierten, nachdem der Personenzug nach Lüneburg langsam an ihnen vorbeigerollt war, auch die Stelle, an der vor knapp vier Jahren zwei Männer den Castorzug nach Gorleben mehrere Stunden mit ihrem Körper aufhielten. Sie hatten sich damals mit einem Arm fest im Gleisbett einbetoniert.

Während zu Fuß an der Schienenstrecke demonstriert wurde, protestierten auf der Straße Treckerfahrer aus den Kreisen Uelzen und Lüneburg gegen Atomenergie und die bevorstehenden Castor-Transporte. Nach Polizeiangaben waren sieben Traktoren bei den Protesten dabei.

Die Polizei setzte etwa 150 Beamte ein, darunter waren offenbar auch in Lüchow stationierte Kräfte.

Nach zwei Kaffeepausen, heißt es von Seiten der Polizei, endete die Aktion gegen 17.30 Uhr vor dem Bahnhof Bavendorf .

Bearbeitet am: 29.01.2001/ad


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