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vom 03.03.2001

Am Inventar hat sich nichts geändert

BfS gibt grünes Licht für weitere Behälter im Zwischenlager Gorleben

gel Gorleben. Im Gorlebener Zwischenlager können weitere Behälter für hochradioaktiven Atommüll eingelagert werden. Das BfS hat die bisherige Aufbewahrungsgenehmigung für das Transportbehälter-Lager mit Sofortvollzug geändert. Die Unterlagen zur Genehmigung liegen ab dem kommenden Montag für 14 Tage aus.

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Der Genehmigungsbescheid kann noch beklagt werden. Wichtig: Bei der Änderung geht es nach Angaben der Zwischenlager-Betreiberin BLG und des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) um keine Inventaränderung. Es lassen sich lediglich fünf weitere Behältertypen ins Zwischenlager bringen, in denen Brennelemente kompakter gebündelt sind: der Cas-tor V/52 (Platz für 52 Brennelemente), der Castor V/19 (19 Brennelemente) sowie drei Varianten des Behältertyps TN 900/1-21 (18 bis 21 Brennelemente). Beantragt hatte die Zwischenlager-Betreiberin BLG die Änderung im Dezember 1997. Weder die Gesamtwärmeleistung des Zwischenlagers, die Dosisleistung an den einzelnen Behältern noch die maximal zulässige Dosis am Zaun des Zwischenlagers haben sich durch die Genehmigung geändert, so das BfS.

Transportiert werden in den neu zugelassenen Behältern unter anderem Mischoxid-Brennelemente. Diese Behälter könnten zwar sofort eingelagert werden - doch das ist im Zwischenlager Gorleben gar nicht geplant: Die Betreiberin BLG rechnet lediglich mit der Rücknahme der Glaskokillen aus der französischen Wiederaufarbeitung - 163 Castoren des Typs HAW 20/28 bis 2011.

Gebrauch machen könnte die BLG von dieser Änderungsgenehmigung allerdings dann, wenn einer der genehmigten Behälter von auswärts in die PKA-Reparaturwerkstatt gebracht werden müsste: Danach könnte der Behälter dann im Zwischenlager Gorleben bleiben, anstatt ihn zurückzutransportieren. Die Änderungsgenehmigung ist ab dem kommenden Montag unter anderem in der BfS-Informationsstelle in Gartow einzusehen. und zwar montags bis donnerstags zwischen 9 und 15 Uhr und freitags zwischen 8 und 14 Uhr.

Bearbeitet am: 03.03.2001/ad


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