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vom 17.03.2001

Angekettet am Mast

Greenpeace besetzt Zwischenlager

gel Gorleben. Mit einer weiteren spektakulären Aktion hat Greenpeace am gestrigen Freitag gegen den nächsten CastorTransport nach Gorleben protestiert: Am Morgen überwanden 30 Greenpeace-Aktivisten die Zäune zum Zwischenlager in Gorleben und besetzten den dortigen 3 5 Meter hohen Sendemast. In unterschiedlichen Höhen ketteten sich die Atomkraftgegner an und entrollten ihre Anti-Castor-Plakate. Die Zwischenlager-Betreiberin BLG kündigte an, dass sie Strafantrag wegen Hausfriedensbruch stellen werde.

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Besetzt haben Aktivisten von Greenpeace am gestrigen Freitag diesen Sendemast auf dem Gelände des Gorlebener Zwischenlagers. Die Polizei nahm 19 Personen vorübergehend in Gewahrsam.
Aufn.: randbild

Die Greenpeace-Leute waren morgens um 6 Uhr gekommen und hatten mit Leitern die Zäune am Zwischenlager überwunden. Ein Teil der Atomkraftgegner kettete sich an Lichtmasten fest. Doch "diese Aktion stellte sich als gezieltes Ablenkungsmanöver heraus", teilt die Polizei mit.

Denn während diese Leute mit Bolzenschneidern von den Masten losgekniffen wurden, gelangten andere Greenpeacler an einer anderen Stelle über den Zaun und erklommen den Sendemast. Einige von ihnen konnten von der Polizei daran gehindert werden - doch 19 Greenpeace-Aktivisten schafften den Aufstieg.

Über mehrere Stunden führten Konflikt-Manager der Polizei und der oberste CastorEinsatzleiter Hans Reime Gespräche mit den Demonstranten. Am späten Nachmittag wurde dann die Aktion nach Angaben der Polizei friedlich beendet. Die Polizei hatte Bäume gefällt, einen Leiterwagen in Position gebracht und die letzten vier Greenpeacler vom Sendemast geholt.

Bearbeitet am: 17.03.2001/ad


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