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vom 23.03.2001

Sehr große Nachfrage

Schon über 1000 Passierscheine verschickt

Schon über 1000 Passierscheine verschickt dm Lüchow. Polizeioberrat Peter Huber, der Chef der Polizeiinspektion Lüchow-Dannenberg, hat schon über 1000 Passierscheine für den Castor-Transport in der nächsten Woche persönlich unterschrieben: »Die Nachfrage ist sehr groß.» Bis gestern Abend sind bereits rund 1000 dieser Papiere verschickt worden, die ermöglichen sollen, die Castor-Transportstrecke zu queren oder in die Dörfer direkt am Weg des Atommülls zu gelangen.

Auch heute noch muss Karl-Heinz Schultz, der bei der Polizei in Lüchow für die Bearbeitung zuständig ist, einige 100 Passierscheine fertigen, die spätestens Montag per Post bei den Betroffenen ankommen sollen.

Schultz hat in diesen Tagen wohl einige 100 Telefongespräche geführt. Viele Bürger, die Passierscheine beantragen wollten, hätten nicht genau gewusst, wofür die Papiere überhaupt gebraucht werden, informierte Polizeioberrat Huber. Viele Antragsteller bräuchten überhaupt keinen Passierschein. »Es geht nur um den Zeitraum des Straßentransports und dabei nur um den Nahbereich der Strecke», stellt Huber klar. Viele Anrufer werden durch den Castor-Transport gar nicht in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. »Wir können nicht jedem einen Passierschein ausstellen», sagt Karl-Heinz Schultz, der deshalb von einigen Anrufern sogar beschimpft worden sei.

Wer in Hitzacker wohnt oder arbeitet, der brauche beispielsweise keinen Passierschein, um nach Hause oder zur Arbeit zu gelangen, versichert Huber. Er räumt ein, dass es beispielsweise Probleme bei Protestaktionen auf oder an Bahnübergängen geben könne. Doch dann helfe auch kein Passierschein. Gerüchte, dass Bahnunterführungen am Dienstag den ganzen Tag gesperrt sein sollen, entbehren nach Angaben des hiesigen Polizeichefs jeglicher Grundlage. Solche Auskünfte hatten beispielsweise Mitarbeiter einer Firma in Hitzacker nach eigenen Angaben von Polizisten erhalten, die dort patroullieren.

Auch höhengleiche Bahnübergänge würden nur punktuell, kurz vor und während der Castor-Zug vorbeirollt, gesperrt, versichert Huber. Unabhängig davon würden jedoch alle Bahnquerungen überwacht. Gesperrt werde während des Straßentransports die B191 zwischen der Dömitzer Brücke und Dannenberg. Der Schwerlastverkehr werde schon in Dömitz umgeleitet, der Personenverkehr über Nebenstraßen.

Wer noch einen Passierschein beantragen möchte, muss sich bis heute Abend unter Telefon (0175) 1848427 oder Fax (05841) 122250 an Karl-Heinz Schultz wenden.

Bearbeitet am: 23.03.2001/ad


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