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vom 28.03.2001
 

Stay bis zum Transport-Ende in Gewahrsam

Polizei: Ein »Rädelsführer»

 

gel Gorleben. Jochen Stay, Kopf der Castor-Widerstandsinitiative »X-tausendmal quer», bleibt bis zum Ende des Castor-Transports in Gewahrsam. Das hat die Polizei gestern auf Anfrage mitgeteilt.

Das Amtsgericht Lüneburg hat seinen Beschluss damit begründet, dass Stay mehrfach zu Straftaten aufgerufen habe, zuletzt am vorigen Sonnabend auf der Groß-Demo in Lüneburg. Dabei habe er verklausalisiert, aber doch verständlich zum Landfriedensbruch aufgerufen: einer Schienendemontage, so das Gericht. Harald Müller von der Initiative kritisierte, dass Stay offenbar »gezielt ausgeschaltet» wurde und nun »mürbe gemacht» werden soll. Stays Bedingungen in der Gewahrsamzelle seien »schlechter als in U-Haft», sagte Müller gestern in Dannenberg.

Die Gewahrsamnahme wird auch damit begründet, dass Jochen Stay seit vielen Jahren hartnäckig das Ziel verfolge, Schienen zu blockieren. Jochen Stay ist am Montag Nachmittag bei der Schienenbesetzung in Wendisch Evern neben 250 anderen Castor-Gegnern in Gewahrsam genommen worden. Dort hat ihn die Polizei als »Rädelsführer» ausgemacht.

Der Castor-Gesamteinsatzleiter Hans Reime kommentiert: »Jochen Stay hat durch seine Agitation wesentlich dazu beigetragen, unfriedlichen und gewaltbereiten Personen eine Plattform zu schaffen. Wir wollen und können nur den friedlichen Protest unterstützen, jedoch nicht den klaren Rechtsbruch.»

Bearbeitet am: 28.03.2001/ad


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