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vom 07.11.2001

53 Kirchenleute beim Transport

Lasup Jantzen fordert Castor-Stopp

dm Gorleben. Die Castor-Transporte nach Gorleben sollten ausgesetzt werden, bis einsichtige Kriterien für ein geeignetes Endlager erarbeitet und alternative Standorte geprüft worden sind. Das hat erneut der Landessuperintendent des Spren-gels Lüneburg, Hans-Hermann Jantzen, angesichts des in der nächsten Woche geplanten Atom-mülltransportes in das Zwi-schenlager Gorleben gefordert.

Die veränderte Weltlage nach den Terroranschlägen in den USA gebe Anlass zu besonderer Sorge. »Der 11. September hat uns schlagartig vor Augen geführt, wie relativ unsere vermeintlichen Sicherheiten sind.» Deshalb sollten die Verantwortlichen alles tun, den Umstieg aus der Kernenergie in »fehlerfreundlichere» Formen der Energiegewinnung schneller als geplant zu vollziehen, regt Jantzen an.

Sein Respekt gelte den Poli-zisten, die von Rechts wegen für einen sicheren Transport zu sorgen hätten, sowie alle denen, die von ihrem demokratischen Grundrecht Gebrauch machen und mit guten Gründen gegen die Nutzung der Atomkraft demonstrieren. Der Landessuperintendent appelliert an die Protestierenden, »bei all ihren Aktionen konsequent gewaltfrei zu bleiben». Das heiße auch, sich gegebenenfalls ausdrücklich und sichtbar von Gewalttätern zu distanzieren. Jantzen bittet die Polizei um besondere Besonnenheit und Augenmaß.

Der Landessuperintendent informiert, das 53 Pastorinnen und Pastoren sowie Mitarbeiter der evangelischen Kirche während des Castor-Transportes vor Ort sein werden, um zu vermitteln und für Gewaltfreiheit einzutreten sowie seelsorgerische Hilfe anzubieten.

Bearbeitet am: 07.11.2001/ad


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