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vom 29.09.2001

Terror-Ziel Zwischenlager?

GLW unterstützt Aschbrenner-Vorstoß

lr Gorleben. Die GLW-Kreistagsfraktion begrüßt die Initiative
des neu gewählten Landrates Dieter Aschbrenner (CDU), den
für November geplanten Castor-Transport zu stoppen.
Offensichtlich setze auch bei der hiesigen CDU angesichts
der New-York-Ereignisse allmählich ein Umdenken ein, was
Fragen der Sicherheit und des so genannten Restrisikos von
Atommüll-Transporten angehe, so die GLW.

Die Fraktion will den Aschbrenner-Vorstoß unterstützen und auf der
nächsten Kreistag-Sitzung einen Antrag dazu einbringen. Sehr wohl
weist die GLW aber darauf hin, dass ein Sicherheitsrisiko nicht nur
in dem langen Transportweg von La Hague nach Gorleben bestehe,
sondern auch für die bereits in Gorleben lagernden Behälter.
Herbert Waltke für die GLW: »Das Zwischenlager in Gorleben ist
mindestens genauso leicht, wenn nicht noch leichter als Zielscheibe
eines terroris-tischen Angriffs zu nutzen wie die Transportstrecke.»

Wieder einmal habe sich gezeigt, dass die Warnungen von
Atomkraftgegnern von der Realität auf grausame Weise übertroffen
worden seien, meint die GLW weiter. Das Szenario eines
Flugzeug-Absturzes auf das Zwischenlager werde nach den
Ereignissen vom 11. September von niemanden mehr belächelt und
bagatellisiert werden können. Die GLW weist wiederholt auch auf
die »Versäumnisse» von Landkreis und Bezirksregierung in puncto
Katastrophenschutz hin. Für den neuen Landrat Aschbrenner
bestehe dort dringender Handlungsbedarf.

Bearbeitet am: 29.09.2001/ad


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