Pressemitteilung
Aktionsgruppe Atomausstieg
Groupe d´action franco-allemand pour la sortie du nucléaire
vom 10.3.2001

Eurocitiy-Zug von AtomkraftgegnerInnen im Hbf Saarbruecken blockiert

"STOP CASTOR, Nein zur Wiederaufarbeitung,   non au retraitement"

Am Samstag den 10.3.2001 um 9:45 Uhr wurde der Eurocity nach Frankreich im Saarbruecker Hauptbahnhof für ca. 10 Minuten von ca. 35 AtomkraftgegnerInnen blockiert. Genau diese Richtung werden die Atommülltransporte nehmen, die nach dem Transport nach Gorleben stattfinden.

Die Anti-Atom-Bewegung sieht daher in dem anstehenden Transport den Tueroeffner für weitere Transporte in die Wiederaufarbeitung (WAA). Diese umweltfeindliche Anlage soll bis zum Jahre 2005 weiterbeliefert werden, was zur Folge hat, dass die Umgebung um La Hague und das Meer mit dem deutschen Muell noch bis ca. 2020 weiter verseucht wird, so die Kritik der BlockiererInnen.

Mit dieser Aktion sendeten die AktivistInnen ein Signal an den Gruenen Parteitag in Stuttgart: Der rot-gruene Atomkonsens ist kein Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie, deshalb sind auch weiterhin CASTOR-Blockaden notwendig. Zum ersten mal werden franzoesische und deutsche AtomkraftgegnerInnen gemeinsam die Atommuelltransporte blockieren, wie diese symbolische Aktion zeigt. Die zu gleichen Teilen deutschen und franzoesischen TeilnehmerInnen der friedlichen Aktion machten auf die anstehenden Atommuelltransporte aufmerksam.

Diese Transporte rollen in der Regel über die Grenzueber- gaenge Saarbruecken/Forbach, Perl/Apach und Woerth/ Lauterbourg und damit durch dicht besiedeltes Gebiet wie z.B. den Saarbruecker Hauptbahnhof. Die Aktivist- Innen fordern einen Ausstieg aus der Atomwirtschaft und insbesondere den Stopp der Wiederaufarbeitung von Atommuell in La Hague und anderswo. Die Passagiere des Eurocities wurden durch zweisprachige Flugblaetter ueber den Grund der Verzoegerung informiert und erhielten als kleine Entschuldigung Kekse und Kuchen. Die Aktion wurde von den Passagieren positiv aufgenommen. Nach ca. 10 Minuten verliessen die AtomkraftgegnerInnen die Gleise und liessen den Zug passieren. Die Polizei griff nicht ein.

Für Rueckfragen: Markus Pflueger, Tel.: 0172-7379388

Photos können angefordert werden bei: Agentur Becker und Bredel, Tel.: 0681-56060

Filmaufnahmen koennen angefordert werden bei: Saarlaendischer Rundfunk, Tel.: 0681-6023246

Bearbeitet am: /ad


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