Pressemitteilung des

Bundesamt für Strahlenschutz
Postfach 10 01 49
38201 Salzgitter
Tel.: 05341/8 85-1 30
Fax: 05341/8 85-1 50
Email: info@bfs.de

vom 4. April 2001 21/01

Rücktransport von Atommüll aus Frankreich beantragt

Die Transportfirma Nuclear Cargo+ Service (NCS) hat beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) für dieses Jahr einen neuen Transport von atomaren Abfällen aus der Wiederauf-arbeitung in Frankreich nach Deutschland beantragt. Der Antrag umfasst den Transport von sechs Castor-Behältern mit HAW-Glaskokillen. BfS-Präsident Wolfram König: "Ne-ben den Fragen der Kontaminationssicherheit werden wir bei der Bearbeitung des Antrags auch die übrigen gesetzlichen Genehmigungsvoraussetzungen prüfen." So sind nach § 4 des Atomgesetzes Transporte zu genehmigen, wenn über-wiegende öffentliche Interessen der Wahl der Art, der Zeit und des Weges der Beförderung nicht entgegenstehen. Kö-nig betonte, eine Genehmigung könne erst erteilt werden, nach dem eine Stellungnahme des Innenministeriums des Landes Niedersachsen hierzu vorliegt und geprüft ist.

Die Energieversorgungsunternehmen haben sich vertraglich verpflichtet, den hochradioaktiven Abfall aus der ausländischen Wiederaufarbeitung zurück zu nehmen. Die Bundesrepublik hat diese Verträge völkerrechtlich abgesichert. Eine Genehmigung für die Lagerung von HAW-Glaskokillen besitzt nur das Zwischenlager Gorleben.

Bearbeitet am: /ad


zurück zur Homepage