dpa-Meldung

vom 06.01.2001

Alarmstufe eins für BGS wegen Castor-Transporten

Angesichts bevorstehender neuer Castor-Transporte hat das Innenministerium für den Bundesgrenzschutz Alarmstufe eins ausgelöst

HAMBURG/DÜSSELDORF. Nach einem Bericht der Bild-Zeitung vom Samstag hat BGS- Inspekteur Walter Sperner für Ende Februar bis Anfang April eine teilweise Urlaubssperre angeordnet und Dienstbefreiungen untersagt, schrieb die Zeitung in ihrer Samstagsausgabe.

Im März sollen mehrere Castor-Transporte aus dem Kernkraftwerk Neckarwestheim (Baden-Württemberg) in das Zwischenlager Ahaus (Nordrhein-Westfalen) rollen. Zum Schutz der Behälter werden rund 20.000 Beamte von Polizei und Bundesgrenzschutz aufgeboten. In diesem Jahr sollen weitere Castor-Transporte aus den baden- württembergischen Kernkraftwerken Philippsburg und Biblis folgen.

Minister hofft noch auf Stopp

Nordrhein-Westfalens Innenminister Fritz Behrens (SPD) forderte Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) auf, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um das laufende Genehmigungsverfahren für ein Zwischenlager in Baden-Württemberg zu beschleunigen. Wenn Baden-Württemberg «seine Obstruktionspolitik» beende, gebe es eine Chance, den für März geplanten Castor- Transport «und alle weiteren» zu verhindern.

Behrens appellierte an die Verantwortlichen in Baden-Württemberg, die Genehmigung für ein Zwischenlager am Atomkraftwerk Neckarwestheim schnellstmöglich zu erteilen«, sagte Behrens. Er hofft, dass Trittin möglicherweise auf dem Wege einer Anordnung Bewegung in das Genehmigungsverfahren in Stuttgart bringt. (dpa)

Bearbeitet am: 06.01.2001/ad


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